Gemauerte Öfen für Guatemala

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Frauen in Rauchkucheln kochen und husten mussten. | Foto: Foto: privat
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NIEDERKAPPEL (wies). Verbesserte Effizienz bei den Öfen und eine leichte Bedienbarkeit schützen die Gesundheit der Menschen, die bis dato in einer Rauchkuchl Essen zubereitet haben. Außerdem helfen die neuen Öfen, teures Holz einzusparen. "Gereizte Augen, Husten und Verbrennungen sind in Guatemala an der Tagesordnung", erklärt Christina Lindorfer. Die gebürtige Lembacherin ist Projektmanagerin bei Sei so frei. "Im den Bergen von Joyabaj auf 2000 Metern Seehöhe kochen die Frauen an einer offenen Feuerstelle im Haus." Unterstützung in dieser Hinsicht gibt es von Stefan Ortner, Geschäftsführer von Ökofen. Er optimierte die bestehenden Baupläne der lokalen Ofensetzer in Guatemala. Entstanden ist ein Holzspar-Ofen, der auf einfache Weise mit den vor Ort verfügbaren Mitteln und Werkzeugen errichtet werden kann. "So ein Ofen vereinfacht mittlerweile das Leben von mehr als 100 Familien dort", berichtet Lindorfer.

Kinder sammeln Holz

Dass die neuen Öfen optimal beheizt werden können, hilft Holz zu sparen und bringt vor allem Kindern Erleichterung. Sie waren damit beauftragt, in den kargen Wäldern der Region stundenlang nach brennbarem zu suchen. "Die Öfen schonen damit auch das minimale Haushaltseinkommen der Familien sowie den Wald als Rohstoffquelle", sagt Lindorfer.

Öfen schlagen Wellen

ÖkoFEN ist von der Zusammenarbeit mit Sei so frei begeistert und finanzierte zusätzlich zur kostenlosen Ofenentwicklung den Bau von 15 Öfen in Sechúm. "Ich freue mich sehr, dass wir die Lebensqualität vieler Menschen in Guatemala steigern können“, sagt Geschäftsführer Stefan Ortner. Obwohl die Öfen das traditionelle Kochen stark verändern, kommen sie bei den Frauen gut an. Die Vorzüge sprechen sich schnell herum, sodass kürzlich 71 Familien aus der Ortschaft Río Blanco Holzsparöfen angefragt haben. „Wir werden uns weiter an diesem Projekt beteiligen“, verspricht Stefan Ortner, „denn durch die hohe Motivation und Eigenverantwortung der Menschen vor Ort wird ein langfristig nachhaltiger Erfolg möglich.“

Zur Sache:
Guatemala befindet sich in Zentralamerika und zählt laut „Human Development Index“ der Vereinten Nationen zu den am wenigsten entwickelten Ländern in ganz Lateinamerika. Das Gemeindegebiet von Joyabaj liegt ungefähr 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Guatemala City und erstreckt sich über rund 300 km². Zahlreiche Dörfer wie Sechúm und Río Blanco beheimaten die ca. 85.000 Menschen vorwiegend indigener Herkunft.

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