Stützbauwerk "Rastlbodenlawine"
Dringender Handlungsbedarf für Sanierung

- Knapp unterhalb der städtischen Bodensteinalm werden die teilweise zerstörten Holzstützwerke saniert oder bei Bedarf ersetzt.
- Foto: Freinhofer
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Zahlreiche Lawinen auf der Nordkette bedrohen bei hohen Schneehöhen den Siedlungsraum. Der Schutzwald im Naherholungsgebiet schützt auf natürliche Weise den Siedlungsraum, wird zugleich aber auch selbst durch Lawinen in Mitleidenschaft gezogen. Die vorhandenen Lawinenschutzbauten im Spitzwald südwestlich der städtischen Bodensteinalm sind stark beschädigt.
INNSBRUCK. Mit Beschluss des Stadtsenats vom 10. August 2022 wird das Projekt „Sanierung Rastlbodenlawine“ durch die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) – Gebietsbauleitung Mittleres Inntal in Angriff genommen. Damit soll die volle Funktionsweise der Schutzverbauungen der Rastlbodenlawine aus Holzstützwerken wiederhergestellt werden. Konkret werden die teilweise zerstörten Holzstützwerke saniert oder bei Bedarf ersetzt. Die mittelmäßig bis gering zerstörten Holzstützwerke werden saniert bzw. wiederhergestellt.
Zahlreiche Schutzmaßnahmen vor Lawinen, BezirksBlätter Innsbruck Artikel
„Es ist weiterhin notwendig, den technischen Schutz dieser temporären Holzlawinenverbauung für zehn bis 15 Jahre aufrecht zu erhalten. Erst dann wird der aufgeforstete Jungbestand langfristig dem Schutz vor Lawinen und Schnee gewachsen sein“, erklärt der für Sicherheit sowie Wald und Natur verantwortliche Vizebürgermeister Johannes Anzengruber.

- Patrick Steixner (l.) und Franz Kindl (2. v. l.) von der Wildbach- und Lawinenverbauung gaben Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (r.) und dem Waldaufseher der Stadt Innsbruck, Wolfgang Huber (2. v. r.), einen Einblick in die fortschreitenden Arbeiten an den Lawinenverbauungen auf der Nordkette.
- Foto: Freinhofer
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Verbauung
„Die Verbauung der Rastlbodenlawine im Bereich Spitzwald besteht aus Holzstützwerken, die dazu dienen, den ursprünglichen in diesem Bereich stockenden Schutzwald wiederherzustellen. Die Waldbestände und Jungbäume im Schutzwaldbereich zwischen den Holzbauwerken haben sich inzwischen zwar gut entwickelt, aber noch nicht jene Höhe und Stabilität erreicht, um den großen Schneemassen standzuhalten“, ergänzt Amtsleiter für Wald und Natur Andreas Wildauer.
Die Lawinengefahrenbereiche in Innsbruck, BezirksBlätter Innsbruck Beitrag
Die Gesamtkosten für dieses Instandhaltungsprojekt belaufen sich auf rund 150.000 Euro. Bund, Land und die Stadt Innsbruck übernehmen jeweils ein Drittel dieser Summe.

- Die Errichtung von Dreibeinböcken ist ein wirkungsvolles Mittel, um den Jungwald vor Schneemassen in diesen Höhen zu schützen.
- Foto: Freinhofer
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Dringender Handlungsbedarf
Die Lawinen-Anbruchverbauung wurde aus Holzstützwerken und einzelnen wenigen Stahlstützwerken in den Jahren 1991 und 1992 erbaut. Seit 1993 wurde im Bereich Spitzwald die Aufforstung durchgeführt und eine forstliche Probefläche angelegt. In den Folgejahren wurde die Aufforstung gepflegt. Zu Verhinderung von vorhandenen Schneeschubschäden errichtete die Wildbach- und Lawinenverbauung im Jahr 2009 zwischen den Holzstützwerken insgesamt 158 Stück Gleitschneeböcke. 2012 wurden bei den vorhandenen Holzstützwerken zwei zerstörte Stützen und einige Querbalken saniert. Vor allem der schneereiche Winter 2018/2019 hat der Verbauung stark zugesetzt. Da die Schäden stetig zugenommen haben, bestand nun dringender Handlungsbedarf, um die Aufforstung und die Lawinengefahr in diesem Gebiet weiterhin zu sichern.
„Seit Mitte September wird rege an der Sanierung der bestehenden Schutzbauten gearbeitet und wenn das Wetter mitspielt, können die Arbeiten bis zum Winterbeginn abgeschlossen werden. Unser oberstes Ziel ist es, die Schutzfunktion des Waldes auf der Nordkette und die technischen Lawinenverbauungen rasch wiederherzustellen“, betont der verantwortliche Gebietsbauleiter des WLV, Josef Plank.



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