Hausverkauf
Immobilienpreise in Urfahr-Umgebung sanken im ersten Halbjahr

Der Traum vom Einfamilienhaus ist für immer weniger Menschen realisierbar, der Rückgang an Verkäufen im Bezirk spürbar. | Foto: AndreyPopov/PantherMedia
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  • Der Traum vom Einfamilienhaus ist für immer weniger Menschen realisierbar, der Rückgang an Verkäufen im Bezirk spürbar.
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Die Anzahl der Hausverkäufe sinkt. Auch in Urfahr-Umgebung hat die Nachfrage nachgelassen.

URFAHR-UMGEBUNG. Die guten Nachrichten vorneweg: Die Preise für Einfamilienhäuser haben sich entspannt, in vielen Regionen sind sie sogar rückläufig. "Das Angebot ist zuletzt merklich gestiegen. Wer kaufen möchte, hat eine wesentlich größere Auswahl als noch vor einem Jahr", informiert Bernhard Reikerstorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria. Hier folgt das große Aber: Die aktuellen Rahmenbedingungen wie Inflation, Energiekosten, hohe Zinsen und verschärfte Kreditvergaberichtlinien haben dazu geführt, dass sich immer weniger Menschen den Traum vom Eigenheim erfüllen können.

Zweitschwächster Rückgang

Dass auch in Oberösterreich weniger Häuser verkauft werden, zeigt der Re/Max ImmoSpiegel für das erste Halbjahr 2023. 711 Einfamilienhäuser wurden von Jänner bis Juni gehandelt. Das sind um 71 weniger als ein Jahr zuvor. Dennoch verzeichnet Oberösterreich mit minus neun Prozent nur den zweitschwächsten Rückgang hinter Niederösterreich und der Steiermark.

Foto: Re/max Austria

In Urfahr-Umgebung fast 20 Prozent weniger

Im Bezirk Urfahr-Umgebung wurden im ersten Halbjahr 44 Häuser (-4,3 Prozent) verkauft. Das typische Einfamilienhaus kostete hier 349.269 Euro – um 19,2 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Zum Vergleich: Der OÖ-Schnitt lag bei 343.996 Euro. "Die Nachfrage hat signifikant nachgelassen. Der Hauptgrund sind die verschärften Kreditvergaberichtlinien der Banken. Nicht nur Otto Normalverbraucher haben mittlerweile Probleme mit der Finanzierung, sondern teilweise auch die Besserverdiener", sagt Dieter Eisinger von Re/Max Joy in Gallneukirchen.

Foto: Re/max Austria

130 bis 140 Quadratmeter gewünscht

Immobilien in der Preisklasse von 200.000 bis 350.000 Euro werden nach wie vor gesucht. "Denn das ist für die meisten noch leistbar. Darüber hinaus ist es momentan aber schwierig", so Eisinger. Die typischen Einfamilienhauskäufer in Urfahr-Umgebung suchen laut dem Immobilienmakler derzeit Gebäude mit einer Wohnfläche von 130 bis 140 Quadratmeter und Keller. "Weniger gefragt sind Reihenhäuser. Die Menschen wollen nicht so eng zusammen mit Nachbarn wohnen", meint Eisinger. Immobilien in Alleinlage sollten es aber in den meisten Fällen auch nicht sein. "Besonders wichtig ist die Infrastruktur. Sind Schulen, Kindergärten, Bahnhof, Bushaltestellen und Geschäfte in der Nähe? Darauf legen viele großen Wert", weiß Eisinger.

113 Euro im Schnitt für einen Baugrund in Urfahr-Umgebung

Einen Einbruch gibt es heuer bei den Baugründen. "Die Baukosten sind einfach so hoch, dass ein Neubau für die meisten sowieso nicht in Frage kommt", so der Gallneukirchner Immobilienmakler. Im Bezirksschnitt beläuft sich der Preis pro Quadratmeter auf rund 113 Euro. Das obere und untere Ende der Skala liegen allerdings weit auseinander: Für die günstigsten Grundstücke legt man hierzulande gerade einmal 40 Euro pro Quadratmeter hin – das kann aber mit 550 Euro auch mehr als das Zehnfache sein.

Daten aus dem Grundbuch

Die Grundlagen für die Immobilien-Marktdaten liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen. Experten der ImmoUnited GmbH erfassen diese, jene von Re/max Austria werten sie seit 2009 aus. So werden alle tatsächlichen Verkäufe und Preise kontinuierlich dokumentiert.

Der Traum vom Einfamilienhaus ist für immer weniger Menschen realisierbar, der Rückgang an Verkäufen im Bezirk spürbar. | Foto: AndreyPopov/PantherMedia
"Die aktuelle Regelung stellt selbst Besserverdiener vor große Hürden", sagt Dietmar Eisinger. | Foto: Re/Max Joy Gallneukirchen
Foto: Re/max Austria
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