LKH Rohrbach
Ausgetrunken- Alkoholsucht erkennen und behandeln

Maria Leibetseder berichtet über Alkoholabhängigkeit. | Foto: Foto: gespag
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ROHRBACH-BERG. Die meisten Menschen in Österreich trinken Alkohol; aber nicht jeder, der regelmäßig Alkohol trinkt, ist abhängig. Die Grenze, an der Genuss aufhört und Sucht anfängt, ist fließend. Man unterscheidet zwischen körperlicher und psychischer Abhängigkeit. „Bei der reinen psychischen Abhängigkeit ist der Betroffene nicht mehr in der Lage, sein Leben ohne Alkohol zu bewältigen. Alkohol dient als Mittel gegen Stress, Sorgen oder Langeweile. Kommt eine körperliche Abhängigkeit hinzu, so treten körperliche Entzugssymptome auf, sobald der Betroffene weniger oder nichts trinkt. Diese reichen von eher leichten Symptomen wie Schwitzen, Frieren und Zittern bis hin zu Gliederschmerzen, Schlafstörungen oder Halluzinationen“, erklärt Maria Leibetseder, klinische Psychologin am Landes-Krankenhaus Rohrbach.

Ein alkoholkranker Mensch leidet unter Kontroll- und Abstinenzverlust. Er verspürt ein starkes Verlangen nach dem nächsten Schluck und ist kaum in der Lage zu kontrollieren, wann und wieviel Alkohol er trinkt, auch wenn bereits körperliche Schäden vorhanden sind, oder wenn der Verlust des Arbeitsplatzes droht. „Das 'Sich-Zusammenreißen' gelingt nicht mehr, weswegen auch Vorwürfe nicht hilfreich sind. Es kommt zu einer Toleranzbildung: Der Körper gewöhnt sich an die Alkoholmenge. Man trinkt immer mehr, um dieselbe Wirkung zu erzielen“, sagt  Leibetseder. Sehr oft ist auch ein Rückzug aus dem Sozialleben beobachtbar. Hobbys, soziale Kontakte und selbst der Beruf werden vernachlässigt. Der Alkohol wird zum Lebensmittelpunkt.

Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn Menschen merken, dass sie zu viel trinken und den Alkoholkonsum nicht mehr im Griff haben, sollten sie sich an einen Arzt des Vertrauens oder eine Beratungsstelle wenden. „Die Therapie alkoholkranker Menschen muss in jedem Fall individuell gestaltet werden. Voraussetzung für das Gelingen ist die Problemeinsicht des Betroffenen und die Bereitschaft, die Situation verändern zu wollen“, beschreibt die Psychologin. Weiters muss abgewogen werden, ob die folgende Behandlung stationär oder ambulant erfolgen soll.

Bei Vorliegen einer körperlichen Abhängigkeit wird in der Entgiftungsphase mithilfe von Medikamenten und unter ärztlicher Kontrolle eine Entgiftung des Körpers durchgeführt. Sehr oft ist eine stationäre Entwöhnungsphase und eine vorübergehende Distanz zum bisherigen Lebensumfeld notwendig. „Mithilfe einer psychotherapeutischen Behandlung und Beschäftigungstherapie sollen Betroffene bei der Lebensneugestaltung unterstützt werden. Es ist von großer Bedeutung auf dem Weg in ein suchtfreies Leben, Alternativen zum Suchtmittel zu finden.

Beratungsstellen aufsuchen

Wichtig ist auch das Miteinbeziehen der Familienangehörigen“, weiß Leibetseder, und ergänzt: "In der Rehabilitationsphase ist eine gewisse Stabilität erreicht und der Patient ist davon überzeugt, abstinent bleiben zu können. Zurück in der vertrauten Umgebung wird der Betroffene aber oft von den psychischen, sozialen oder familiären Problemen eingeholt, weswegen eine Anlaufstelle im Fall möglicher Krisen oder Rückfälle sehr wichtig ist.“

Hier können Beratungsstellen mit Angeboten für Einzel-, Familien- oder Gruppentherapie, Selbsthilfegruppen, psychologischer und medizinischer Beratung sehr hilfreich sein. Betroffene müssen sich vor Augen halten, dass die Umstände, welche zur Alkoholabhängigkeit geführt haben, eines oft lebenslangen Engagements bedürfen, um endgültig bewältigt zu werden.

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