Modelleisenbahn Knittelfeld
1 zu 87 in vollen Zügen genießen

Faszinierende Miniaturwelt: Die Modelleisenbahnanlage  im Keller des Bahnhofes Knittelfeld.
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  • Faszinierende Miniaturwelt: Die Modelleisenbahnanlage im Keller des Bahnhofes Knittelfeld.
  • hochgeladen von Hans Georg Ainerdinger

Im Keller des Bahnhofes Knittelfeld befindet sich eine faszinierende Miniaturwelt. An den Ausstellungstagen wird sie regelrecht gestürmt.
Und Blitz! Autsch, zu schnell. Das dunkle Auto am Tunnelausgang hat den LKW geblitzt. Ein Polizist mit erhobener Hand leitet ihn auf einen Parkplatz um.
Dort stehen zwei Polizeiautos, ein paar Polizisten. Während davor ein Railjet vorbeidonnert, hebt im Hintergrund ein Heißluftballon ab, schwebt über die Modellbahnanlage Knittelfeld.
Nebenan beginnt ein Haus zu brennen. Schon fahren mit Blaulicht zwei Feuerwehrautos zur Brandstelle, beginnt ein Löscheinsatz. Nebenan strampeln ein paar Radfahrer um die Molkerei. Einer davon ist der Weihnachtsmann. Ausgerechnet er steckt dann.

Sektionsleiter und Mastermind Ingo Menzinger, Mann der ersten Stunde.

Sektionsleiter und Mastermind Ingo Menzinger hebt den kaum zwei Zentimeter großen Radler aus der Anlage, biegt etwas zurecht - und schon strampelt er weiter.
Von Analog bis Digital mit Selbstprogrammierung
1968 wurde in der Sektion Modellbau des ESV Knittelfeld der Modelleisenbahnclub gegründet. Die ehemalige Kegelbahn im Keller des Bahnhofs wurde adaptiert und mit Etappe 1 begonnen: Auf 20 qm entstand eine typisch österreichische Landschaft mit Bergen, Brücken und Tunnels, drei Bahnhöfen und 80 m Schienen in der Spur HO, das ist Maßstab 1:87. Die Vorstellung 1972 verlief so überwältigend, dass voll motiviert weitergebaut wurde. Bis heute. Selbst während Corona blieben die 16 aktiven, ziemlich alle aus dem ÖBB-Triebfahrtsdienst kommenden Mitglieder - weitere 30 sind unterstützend - nicht untätig. Personenzüge wurden mit Innenbeleuchtung und Zugschlusssignalen ausgestattet. Aus den nur ein paar Millimeter großen Schornsteinen von akustisch Volldampf gebenden Dampfloks raucht es, LKWs blinken, bleiben bei Stoppzeichen stehen.
Unsichtbar: 20 Kilometer Kabel
Mittlerweile sind auf 120 qm Anlagenfläche 700 m Gleise mit 220 Weichen und 280 Signalen verbaut. Die notwendigen Kabel haben eine Länge von 20 Kilometern. „Steinbach" ist der Hauptbahnhof, dort findet sich auch das neunständige Heizhaus, der Ringlokschuppen. Steinbach Süd ist als Verschiebebahnhof konzipiert, Kirchdorf und Neuberg sind weitere Stationen. Neben Lumpendof hat die integrierte Schmalspurbahn noch zwei sichtbare und zwei Schattenbahnhöfe. Zur Verfügung stehen um die 500 Lokomotiven und 2000 Waggons. Selbst programmiert musste nach dem Ende 2016 erfolgten Umstieg von analog auf digital noch vieles der von einem zentralen Stellwerks- und drei Bedienrechnern aus zu steuernden Großanlage werden.
Es ist immer was zu tun
Ein kleine Sensation sind auch die 120 m fahrbaren Straßen. Pkws und LKWs fahren auf ihnen mit einer selbst entwickelten Autosteuerung. Über Infrarotsender an der Decke werden Befehle wie Blinker setzen, Blaulicht ein und die Fahrtroute an die Autos gesendet. Ihre Akkulaufzeit liegt bei zwei bis drei Stunden. Die Umbauzeit von einem Stand- bis zum fahrfertigen Modell liegt bei 25 bis 30 Stunden. Also: Es ist immer was zu tun. Faszinierend gestaltet sind in dieser Miniaturwelt die Ortschaften, Bahnhöfe, der Weinberg, ein Stausee und die kaum merkbaren Übergänge mit dem Hintergrund.
Die Öffnungszeiten: Jeden Freitag im Februar von 16 bis 19 Uhr, zu Christi Himmelfahrt am 29. und 30. Mai von 10 bis 17 Uhr sowie jeden Freitag im Juli und August von 16 bis 19 Uhr. Wer sich schon vorher informieren will, kann auf der Homepage per Video auf einer 1144er-Lok eine Führerstandsmitfahrt durch die Anlage oder den Abrollbergbetrieb miterleben.

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