In NÖ entwickelt
Forscher berechnen Fäkalienbelastung in der Donau

Fäkalindikatorbakterien im Wasser: Ihre Konzentration gibt Aufschluss über die mögliche Verunreinigung von Gewässern durch Fäkalien. | Foto: pexels
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Forscher aus Krems haben eine Methode entwickelt, um die Fäkalienbelastung in schiffbaren Gewässern präziser zu bestimmen. Ihre Analyse untersucht, ob Schiffe Abwässer in den Fluss einleiten und bietet somit neue Erkenntnisse zur Wasserqualität.

NÖ. Im Rahmen einer Analyse haben Wissenschaftler der Karl-Landsteiner-Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL Krems) und des ICC Water & Health eine neue Methode entwickelt, die es ermöglichen soll, die mikrobiologische Belastung der Donau durch Fäkalien deutlich präziser zu messen.

Dabei standen nicht nur die Anzahl der Fäkal-Indikatorbakterien im Fokus, sondern auch Daten zu Klärleistungen und Schiffsbewegungen, wie eine Aussendung der Universität erklärt. Ziel war es, festzustellen, ob Schiffe während ihrer Fahrt Abwässer in den Fluss einleiten würden, wie es zuletzt 2019 immer wieder in den Medien thematisiert worden war. Fäkal-Indokatorbakterien kommen im Kot von Menschen und Tieren vor und dienen als Anzeichen für eine mögliche Verunreinigung von Gewässern.

Von der Wachau bis Wien

Die Forscher untersuchten einen 230 Kilometer langen Streckenabschnitt der Donau, der von der Wachau bis nach Wien reicht. Während der Analyse von März 2019 bis März 2020 stellten sie fest, dass es keine Hinweise auf unsachgemäße Fäkalienentsorgung durch Schiffe gäbe, wie Studienautorin Sophia Steinbache erklärte. Damit hätte der Verdacht auf umweltschädliches Verhalten der Schifffahrt entkräftet werden können. 

Unsachgemäße Entsorgungspraktiken

Die neu entwickelte Methode kombiniert Vorhersagemodelle, wissenschaftliche Nachweise und statistische Berechnungen, um eine genauere Bestimmung der Fäkalienbelastung zu ermöglichen. Unter anderem wurde berechnet, wie viele Fäkalindikator-Bakterien pro Person und Tag anfallen und welche Rolle die Schiffsbewegungen sowie die Leistung von Kläranlagen dabei spielen.

Wissenschaftler entwickeln innovative Techniken zur Bestimmung der mikrobiologischen Belastung. | Foto: pexels
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Diese Betrachtung ermögliche es nun den Forschern, in zwei Szenarien zu unterscheiden: dem optimalen Szenario der sachgemäßen Entsorgung von Abwässern und dem Szenario, bei dem unsachgemäße Entsorgungspraktiken angenommen werden.

Übertragbarkeit auf andere Gewässer

Ein besonderer Aspekt der Studie sei die Übertragbarkeit der Methode auf andere, sogar weltweite Gewässer. Wie die KL Krems betont, hat die Entwicklung dieser Analysetechnologie bereits internationale Beachtung in der Fachwelt gefunden. Die Methode könnte künftig nicht nur für die Donau, sondern auch für andere große Flüsse und schiffbare Gewässer weltweit von entscheidender Bedeutung sein, um die Wasserqualität präzise zu überwachen und zu schützen.


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Wissenschaftler entwickeln innovative Techniken zur Bestimmung der mikrobiologischen Belastung. | Foto: pexels
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