Covid-19
Corona Zahlen steigen wieder, Politik berät

- Die Experten rechnen damit, dass die Corona Zahlen weiter steigen werden.
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Wegen der stark steigenden Zahl an CoV-Erkrankungen beraten sich Politik und Medizin heute am Donnerstag (23. Juni) in Salzburg über das weitere Vorgehen. Das Prognosekonsortium des Bundes geht davon aus, dass CoV-Fälle innerhalb der kommenden zwei Wochen deutlich zunehmen werden.
SALZBURG. Knapp 3.000 Salzburger sind derzeit aktiv mit dem Coronavirus infiziert, 37 Personen in Spitalsbehandlung – jedoch niemand auf der Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz ist mit knapp 500 laut Salzburger Landesstatistik deutlich niedriger als in den bisherigen Wellen der Pandemie – für Ende Juni aber ungewöhnlich hoch. Hinzu kommt, dass derzeit wenig getestet wird. Auch die Dunkelziffer dürfte demnach entsprechend hoch sein.
Mediziner: „Verdreifachung der Covid-Patienten möglich“
Das Covid-Prognosekonsortium des Bundes rechnet bereits damit, dass sich die steigenden Infektionsanzahlen schon bald wieder in den Spitälern bemerkbar machen. Die Mediziner gehen in den kommenden zwei Wochen von einer Verdreifachung der Covid-19-Patienten im Normalpflegebereich aus.
Abflachen der CoV-Sommerwelle ausgeschlossen
Während Gesundheitsminister Johannes Rauch aktuell nicht über neue Schutzmaßnahmen nachdenkt, beraten die Experten des Landes am Donnerstag in Salzburg über die Coronalage und eine etwaige Empfehlung, wieder vermehrt auf Schutzmasken zu setzen. Die aktuelle Reproduktionszahl von 1,16 bedeutet, dass hundert Infizierte jeweils 116 weitere Menschen anstecken. Ein Abflachen der Sommerwelle ohne Schutzvorkehrungen scheint daher ausgeschlossen.

- "Von Normalbetrieb sind wir noch weit entfernt", sagt Franziska Moser, Pflegedirektorin des Uniklinikum Salzburg.
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Situation im Uniklinikum Salzburg
Von einem Normalbetrieb sind Ärzte und Pflegekräfte des Salzburger Uniklinikums trotz aktuell vergleichsweise niedriger Patientenzahlen – noch weit entfernt. Darauf macht Pflegedirektorin Franziska Moser aufmerksam: „Wir haben schon seit geraumer Zeit etwa 100 bis 150 Betten je nach Personalsituation im Haus geschlossen. Es ist uns ein großes Anliegen, dass wir die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gerade jetzt über die Sommermonate, wieder in die Kraft bekommen und stärken. Es gibt gemeinsame Wandertage und Betriebsausflüge – all das, was wir in den letzten beiden Jahren nicht durchgehend anbieten konnten.“
Für die in der Pandemie besonders belasteten Spitalsmitarbeiter sei zudem auch eine gute Planung beim Einsatz vorhandener Kräfte wichtig, betont die Pflegedirektorin.
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