An Gemeinde vererbt
Villa Rikli liegt seit bald drei Jahren brach

- Was mit der Villa Rikli geschehen soll, steht noch in den Sternen.
- Foto: MeinBezirk.at
- hochgeladen von Daniel Polsinger
Die Stadtgemeinde Wolfsberg hat die Villa Rikli vor vier Jahren geerbt, doch was damit geschehen soll, ist noch immer unklar. Die Renovierung würde laut Bürgermeister Hannes Primus enorme Kosten verursachen.
WOLFSBERG. In Wolfsberg gibt es eine weitere Villa, die eng mit der Familie Huth in Verbindung steht: Die Villa Rikli in St. Thomas gehörte Margerethe Simak. Sie war die Urgroßnichte des einstigen Wolfsberger Bürgermeisters und Wohltäters Alois Huth (1830 bis 1911). Simak erbte die Villa von ihrem Urgroßvater Arnold Rikli, der bis heute als „Sonnendoktor“ bekannt ist und der die Residenz 1891 erbaute.
Für kulturelle Zwecke
Vor ihrem Tod im Mai 2021 setzte Simak die Stadtgemeinde Wolfsberg als Erbin der Villa und eines rund zwei Hektar großen Grundstückes ein, sie selbst hatte keine nahen Angehörigen mehr. Allerdings müsse – so steht es im Testament – das Gebäude für soziale und kulturelle Zwecke verwendet werden.
Enorme Kosten
Doch heute, drei Jahre nach dem Tod der einstigen Besitzerin, ist die Stadtgemeinde Wolfsberg von einem Verwendungszweck im Sinne der Erblasserin nach wie vor weit entfernt. Grund dafür sind die hohen Kosten, die die notwendige Sanierung in Anspruch nehmen würde: „Wir sind mit dem Kulturbeirat verschiedene Nutzungsszenarien durchgegangen“, sagt Bürgermeister Hannes Primus. „Sie alle hatten eines gemeinsam: Wir müssten dafür enorm viel Geld in die Hand nehmen. Die Villa ist ein schönes Objekt, aber es müsste überall Hand angelegt werden, bei den Toiletten, bei der Thermik, bei der Barrierefreiheit. Es ist ja nicht einmal ein Kanalanschluss vorhanden.“
Keine großen Hoffnungen
Hoffnungen, dass die Villa bald in irgendeiner Form der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird, will der Bürgermeister nicht schüren: „Wir müssen uns derzeit rein auf die Erhaltungskosten des Gebäudes konzentrieren. Mehr geht sich aktuell einfach nicht aus.“
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