Gemeinnützige Waldarbeit durch Aslywerber

- Im Rahmen der „Jungwuchspflege“ schneiden Asylwerber aus Somalia im Wald der Gemeinde Mieming junge Bäume frei, damit diese Licht und Platz bekommen.
- Foto: Land Tirol
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Das Land Tirol setzt Asylwerber für gemeinnützige Waldarbeit ein. Das ist für alle Beteiligten eine WinWin-Situation.
TIROL. In Tirol gibt es 183 Beschäftigungsprojekte für AsylwerberInnen. Insgesamt leisten Asylwerber über 20.000 Stunden freiwillige, gemeinnützige Waldarbeit.
Waldarbeit durch Asylwerber
Seit Frühjahr 2016 haben Asylwerber die Möglichkeit bei der Landesforstdirektion gemeinnützige Arbeit abzuleisten. Dies wurde durch das Land Tirol in Kooperation mit den Tiroler Sozialen Diensten GmbH und den Gemeinden organisiert. „Gerade im steilen Gelände und oft schwer zu bewirtschaftenden Schutzwald, aber auch bei der Bekämpfung eingeschleppter Pflanzen ist Handarbeit gefragt. Jede anpackende Hand ist wertvoll und willkommen“, so Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler. Daher sieht er in der Tätigkeit der Asylwerber einen großen Nutzen für das Land Tirol und seine Bewohner.
183 Beschäftigungsprojekte in den Wäldern
Bis Ende November wurden in Tiroler Wäldern Beschäftigungsprojekte für Asylwerber umgesetzt. Insgesamt haben 375 Asylwerber freiwillig 20.301 Stunden gemeinnützige Waldarbeit geleistet. Das entspricht einer Vollzeitarbeitsleistung von 12 Personen in einem Jahr. In den Wäldern fallen zahlreiche Arbeiten an. Sie reichen von Freischneiden der Flächen von Bewuchs über die anschließende Aufforstung mit Bäumen bis zu Wegarbeiten wie Wasserrinnen säubern und hereinhängende Sträucher abschneiden, Zäune werden auf- oder abgebaut, nichtheimische Pflanzen entfernt und vieles mehr, so Landesforstdirektor Josef Fuchs.
Zahlreiche Gemeinden setzen Asylwerber für die Waldarbeit ein
Zahlreiche Gemeinden bzw. BürgermeisterInnen setzen Asylwerber aus Flüchtlingsheimen für die Waldarbeit ein. Die Bezirksforstinspektionen, die Gemeindewaldaufseher der Forstdienste und die Tiroler Sozialen Dienste (TSD) wählten geeignete Personen aus, um sie für die Waldarbeit einsetzen zu können. Die Asylwerber wurden für die Waldarbeit vorbereitet: Sie erhielten Informationen zu den Sicherheitsbestimmungen und den notwendigen Werkzeugen. Die Kosten werden von den jeweiligen Gemeinden übernommen.
Unterstützung durch syrischen Forstmann
In Imst wurden die Waldarbeiten durch einen Syrer mit positivem Asylstatus geleitet. Dieser wurde vom Land Tirol für ein Jahr angestellt. Er hat ein abgeschlossenes Forstwirtschaftsstudium. Seine Aufgabe bestand vor allem darin, Arbeitsteams bei der gemeinnützigen Waldarbeit vor Ort im Wald zu leiten. Damit konnten fachliche, sprachliche Barrieren leichter überwunden werden.


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