"Widerspricht Tierschutzgesetz"
VGT zeigte Bezirkshauptmann an

- Laut VGT widerspreche es dem Tierschutzgesetz, Schafe unbeaufsichtigt auszusetzen.
- Foto: stock.adobe.com/byrdyak (Symbolfoto)
- hochgeladen von Viktoria Koberer
Da die Bezirkshauptmannschaft Hermagor Verwaltungsstrafverfahren gegen einen Schafhalter einstellte, erstattete der Verein gegen Tierfabriken (VGT) Anzeigen gegen den dortigen Bezirkshauptmann.
HERMAGOR. Laut dem VGT sind im Jahr 2019 genau fünf Prozent der unbeaufsichtigten im Hochgebirge ausgesetzten Schafe an einer der etwa 20 viralen Krankheiten, an Absturz, Unwettern oder Verirren gestorben. Das sind laut VGT insgesamt 5.751 Tiere in ganz Österreich. Und das nur in den üblicherweise drei Monaten, die die Schafe im Hochgebirge bleiben. Der VGT hat dagegen Anzeige erstattet. Es widerspreche dem Tierschutzgesetz, Schafe unbeaufsichtigt auszusetzen.
"Wird Prüfung unterzogen"
Die Bezirkshauptmannschaft Hermagor stellte jedoch ein Verwaltungsstrafverfahren gegen einen Schafhalter ein. Der Bezirkshauptmann Heinz Pansi wurde aus diesem Grund vom VGT angezeigt. Wie die "Kleine Zeitung" bereits berichtete, könne Heinz Pansi dazu nichts sagen, da er die Anzeige nicht kenne. Sie werde einer Prüfung unterzogen. Er verweise aber darauf, dass nicht er, sondern die Behörde das Verfahren eingestellt habe.
Kommentare
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.