ÖBB investieren 436 Millionen Euro in Koralmbahn und mehr

- Die Bauarbeiten am Bahnhof Weststeiermark laufen seit Herbst 2017 auf Hochtouren.
- Foto: ÖBB/Podesser
- hochgeladen von Simon Michl
Die ÖBB haben beim steirischen Bahnnetz 2018 einiges vor. Der Koralmtunnel steht heuer vor einem Meilenstein.
Ende des Jahres 2022 soll der neue Bahnhof Weststeiermark in Groß St. Florian eröffnet werden. Bis dahin werden die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) im Auftrag des Infrastrukturministeriums 2,8 Milliarden Euro ins steirische Schienennetz investieren. Alleine 2018 werden es ingesamt 436 Millionen Euro sein.
Koralmtunnel vor Durchschlag
Den Großteil macht natürlich das Jahrhunderprojekt Koralmbahn aus. Seit 2002 in Bau, sind für die 130 Kilometer lange Strecke zwischen Graz und Klagenfurt rund 5,4 Milliarden Euro an Gesamtkosten veranschlagt. Heuer erreicht das Herzstück der neuen Südstrecke, der Koralmtunnel, einen Meilenstein, wenn in der zweiten Jahreshälfte in der Südröhre der erste Durchschlag zwischen Steiermark und Kärnten erfolgt. Nicht nur am Bahnhof Weststeiermark wird derzeit gebaut, auch die Bauvorbereitungen für die Aufwertung der Südausfahrt von Graz im Bereich Don Bosco bis Puntigam sowie dem Flughafen sind gestartet. Laut ÖBB werden für jede Million, die in den Neu- und Ausbau von Bahnlinien investiert wird, 16 neue Arbeitsplätze geschaffen.
VIDEO: So sieht es tief unten im Koralmtunnel aus
Mehr WLAN und Komfort
Weitere Investitionen tätigen die ÖBB zwischen Bruck/Mur und Graz, auf der steirischen Ostbahnstrecke, an den Bahnhöfen in Frohnleiten, Langenwang, Scheifling und Kapfenberg sowie natürlich beim Semmering-Basistunnel. Dort nehmen 2018 die beiden Tunnelbohrmaschinen ihre Arbeit vom Fröschnitzgraben, der Mitte des Tunnels, in Richtung Gloggnitz auf. Zusammen mit dem Verkehrsministerium und den heimischen Mobilfunkanbietern (A1, Drei, T-Mobile) wollen die ÖBB auch die Mobilfunkverbindungen und WLAN-Netze auf ausgewählten Bahnstrecken verbessern. Dafür werden in den nächsten Jahren rund 66 Millionen Euro in die Hand genommen. Weitere Modernisierungsprojekte im bestehenden Netz sollen außerdem für mehr Komfort und bessere Verbindungen sorgen.
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