Erhalt seltener Pflanzen
Gemeinsam für die Wiesenschätze der Region

- Im Sommer wurden die kostbaren Samen auf artenreichen Flächen der Region behutsam gesammelt.
- Foto: Marion Amort
- hochgeladen von Klaus Kogler
Über die Gemeindegrenzen hinaus engagieren sich Bürger und Bürgerinnen aus dem Pillerseetal für den Erhalt von selten gewordenen Pflanzen. Dabei werden sie von der Tiroler Umweltanwaltschaft begleitet.
TIROL, WAIDRING, FIEBERBRUNN, ST. ULRICH. Früher waren sie noch häufig anzutreffen, heute sind viele heimische Pflanzen stark im Rückgang. Um die regionale Artenvielfalt zu erhalten, hat sich eine Gruppe an Freiwilligen formiert, mit dem Ziel, seltene Pflanzen zu stärken und neue artenreiche Flächen zu gestalten. Gemeinsam sammeln sie lokale Samen seltener Wildblumen, bringen diese auf neuen geeigneten Standorten aus und schaffen Oasen der Artenvielfalt mitten im Dorf.
Taubenskabiose, Kiel-Lauch, Glockenblume & Co.
Die Hintergründe der Freiwilligen sind unterschiedlich. Alle haben gemeinsam: die Wertschätzung für die heimische Pflanzenwelt und das Engagement, diese für nächste Generationen zu erhalten.
„Die Gemeinschaft steht dabei im Vordergrund. Das heißt, alle Entscheidungen werden von der Gruppe selbst getroffen,“
erklärt Teresa Müllauer, Projektkoordinatorin für das Tiroler Unterland. Nachdem entschieden wurde, welche Pflanzen gestärkt und vermehrt werden sollen, wurde die Region nach diesen Zielarten erkundet und das wertvolle Saatgut gewonnen. Gesammelt wurden etwa die Echte Betonie, die Knäuel-Glockenblume, das Große Schillergras, die Wiesenmargerite, der Kiel-Lauch und die Taubenskabiose.
Trittsteine im Pillerseetal
Auch die Bevölkerung soll von den gefundenen Schätzen profitieren. Deshalb werden sechs Flächen in den Gemeinden Waidring, Fieberbrunn und St. Ulrich angelegt und auf Tafeln über das Vorhaben informiert. Zwei dieser „BürgerInnen-Biotope“ wurden bereits im September gestaltet: in St. Ulrich am Gerinne neben dem Sportplatz und zwei Verkehrsinseln in Waidring am Stöcklweg.
Das Ziel ist, dass diese Orte der Begegnung für den Erhalt unserer Naturschätze sensibilisieren. Dabei ist das Pillerseetal eine von sechs Regionen in Tirol, in denen solche Trittsteine für die Biodiversität geschaffen werden.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert.





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