In neuer Doppelrolle
Kärntner Pendlervertreter will "Stückelungsverbot" beenden
- Kärntner Pendlersprecher Christian Struger (links) im Austausch mit LH-Stv. Martin Gruber vor dem Klagenfurter Hauptbahnhof.
- Foto: Privat
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Mit Rückenwind aus der einstimmigen Wiederwahl macht Christian Struger Druck auf die Politik: Der Kärntner Pendlervertreter fordert ein Ende des sogenannten "Stückelungsverbots" bei der Koralmbahn. Er wird durch die Wahl in den Bundesvorstand der Organisation gestärkt.
KÄRNTEN. Bei der jüngsten Generalversammlung der Pendlerinitiative Österreich wurde Christian Struger als Kärnten-Sprecher einstimmig wiedergewählt und in den Bundesvorstand der Organisation gewählt. Der Kärntner nutzt seine gestärkte Position unmittelbar für eine zentrale Forderung an die Politik: Das Ende des sogenannten "Stückelungsverbots" bei der Koralmbahn.
Tarifliche Hürden
"Das Vertrauen der Kolleginnen und Kollegen freut mich sehr. Es ist ein Auftrag, die Kärntner Interessen nun noch deutlicher auf Bundesebene zu vertreten", betont Christian Struger. Sein Hauptaugenmerk liegt aktuell auf der Koralmbahn, die für tausende Pendlerinnen und Pendler in der Region enorme Chancen bietet, sofern die tariflichen Hürden fallen.
Weg mit dem Verbot
Zentraler Kritikpunkt Strugers ist das geltende Stückelungsverbot. Er fordert eine rasche Lösung für Pendlerinnen und Pendler, die über Bundesländergrenzen hinweg unterwegs sind. In seiner neuen Doppelrolle setzt er sofort ein klares Zeichen und unterstützt die Kärntner Landesregierung in ihrem Kampf gegen das tarifliche "Stückelungsverbot" auf der Koralmbahn.
Eine Strafe für Pendler
Bisher ist es oft untersagt, zwei günstigere regionale Fahrkarten (z. B. ein Klimaticket für Kärnten und eines für die Steiermark) direkt miteinander zu kombinieren, um eine durchgehende Fernverkehrsstrecke wie die Koralmbahn zu nutzen. Wer "stückelt", fährt formal ohne gültigen Fahrschein, auch wenn beide Teilstrecken bezahlt sind. Pendlerinnen und Pendler werden so gezwungen, teurere Einzeltickets oder spezielle Zusatztarife zu kaufen, anstatt ihre regionalen Abos nahtlos nutzen zu können.
"Die Koralmbahn verbindet Lebensräume, aber das Tarifsystem trennt sie noch immer. Wenn wir wollen, dass die Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen, muss das Ticket-System einfach und fair sein. Ein Verbot, bestehende Regional-Abos für Teilstrecken zu kombinieren, ist aus der Zeit gefallen und bestraft treue Fahrgäste", so Struger.
Kärntner im Vorstand
Die Pendlerinitiative Österreich vertritt die Interessen von mehr als zwei Millionen Pendlerinnen und Pendlern bundesweit. Mit Walter Semlitsch als neuem Bundesobmann und dem Kärntner Christian Struger im Vorstand setzt die Organisation auf praxistaugliche Lösungen in den Bereichen Mobilität, Infrastruktur und finanzielle Entlastung.
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