Sicherheit in Wien
Immer mehr Schulen mit Verkehrsberuhigung & begrünten Vorplätzen
- Die Schulstraße Phorusgasse im 4. Bezirk.
- Foto: Mobilitätsagentur/Fürthner
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Die Stadt Wien nutzt die Semesterferien, um vorzurechnen: Allein seit 2022 habe man 21 Schulvorplätze umgestaltet und 13 neu errichtet. An mittlerweile 93 Einrichtungen sei der Vorplatz mittlerweile autofrei, 70 Prozent der Wiener Volksschulen hängen am Radwegnetz.
WIEN. Nicht nur bei den Eltern kommt es zum Verkehrswandel, auch beim Nachwuchs. Wobei es hierbei vor allem um die Sicherheit geht. Laut Stadt Wien wurden seit 2022 gleich 21 Schulvorplätze umgestaltet und 13 komplett neu errichtet.
Insgesamt gibt es mittlerweile 93 Schulstandorte, an denen der Vorplatz autofrei ist. Das sorge neben der Sicherheit auch für mehr Platz für Schüler, die sich hier aufhalten können. "Unser Ziel ist klar: Kinder sollen auf dem Weg zu und vor ihrer Schule sicher unterwegs sein können. Dafür schaffen wir mehr Platz, mehr Begrünung und sichere Wege, egal ob zu Fuß, mit dem Tretroller oder mit dem Fahrrad", erklärt Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Immer öfter am Radwegnetz
Als Beispiel wird etwa der Schulvorplatz in der Pfeilgasse beim Lisette-Model-Platz (8. Bezirk) genannt. Wo früher Autos parkten, ist heute Platz zum Spielen und für Freiluftklassen, neun Bäume, Sitzgelegenheiten, Großsträucher und sechs neue Grünflächen. In der Ottakringer Panikengasse wurde bereits 2023 der Gehsteig verbreitet, zusätzlich gibt es neue Bäume sowie einen Trinkhydranten. Bei der Elisabethschule auf der Wieden würden Kinder wiederum von der zur Fahrradstraße umgestalteten Argentinierstraße profitieren.
- Bereits 142 Wiener Schulen wurden im Zuge der Radwegoffensive an das Radnetz angebunden.
- Foto: Mobilitätsagentur Wien/Kernpunkt
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Allein zwischen 2021 und 2024 wurden 142 Bildungseinrichtungen an das Radnetz angebunden. Besonders hoch sei der Anteil der Volksschulen – 70 Prozent sind laut Stadt ans Hauptradwegenetz angeschlossen. 30 Prozent sogar an besonders kinderfreundliche Strecken – also Bereiche, die entweder gänzlich verkehrsberuhigt oder mit baulich getrennten Radwegen ausgestattet sind.
Kfz-Verbot, wenn Schulglocke läutet
Außerdem setzt man bei vielen Einrichtungen auf das Konzept der Schulstraße. Hier gilt 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn und teilweise nach Unterrichtsende ein Fahrverbot für Kfz. Bei 26,1 Prozent aller Volksschulen wurden bereits Maßnahmen umgesetzt – nur London liegt mit 26,9 Prozent knapp davor.
Das Ziel der gesamten Maßnahmen liegt für Neos-Wien-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner auf der Hand: "Wenn sich Kinder sicher und selbständig im öffentlichen Raum bewegen können, stärkt das ihre Unabhängigkeit und ihr Selbstbewusstsein. Mit mehr und mehr Projekten geben wir den Kindern ihre Grätzel zurück."
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