Am Freitag
Hohe Sicherheitsmaßnahmen bei Medizin-Aufnahmetests

- Eine intensive Vorbereitung auf den Aufnahmetest wurde auch 2020 u.a. wieder von der OÖ. Gesundheitsholding angeboten.
- Foto: OÖG
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Am Freitag stellen sich bis zu 16.000 Kandidaten den 8-stündigen Aufnahmetest für das Medizinstudium an der Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) . Das Aufnahmeverfahren findet heuer coronabedingt unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.
ÖSTERREICH. Wegen der Corona-Pandemie gibt es für die Aufnahmetest für die Studienplätze in Human- und Zahnmedizin ein umfangreiches Sicherheitskonzept, dass die vier Universitäten am Donnerstag präsentiert haben.
Die MedUni Wien hat die Bewerber nach geografischen Gesichtspunkten auf die Standorte Messe Wien (rund 5.300 Bewerber) und Messezentrum Salzburg (2.500) verteilt: Bewerber und Bewerberinnen für das Studium der Humanmedizin in Wien mit Adresse in Deutschland, Salzburg, Tirol (Nord-, Ost- und Südtirol), Vorarlberg und Oberösterreich werden den Test in Salzburg absolvieren. Alle Bewerberaus den anderen Bundesländern Österreichs, aus EU- und Nicht-EU-Ländern sowie auch alle Zahnmedizin-Bewerber in Wien.
10 Fußballfelder für nötigen Abstand
Das Präventions- und Sicherheitskonzept der MedUni Wien sieht an beiden Standorten eine „Verringerung der Teilnehmeranzahl pro Prüfungsräumlichkeit nach den exakt gleichen Vorgaben“ vor, erklärt Hans-Peter Hutter vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien. „Schon die An- und Abreise zu und von den Testorten wurde im Konzept berücksichtigt, um etwaige Konzentrationseffekte möglichst zu verhindern". Auch die Wiener Linien und die Salzburger Verkehrsbetriebe wurden ins Konzept eingebunden.
Für die Tests stehen in Wien und Salzburg insgesamt 70.000 Quadratmeter, also rund 10 Fußballfelder, zur Verfügung. Anita Rieder, Vizerektorin für Lehre der MedUni Wien: „Im gesamten Indoor-Bereich achten wir ganz genau auf die Einhaltung eines Abstandes von zwei Metern; das gilt fürs Anstellen und für die Sitzplätze.“ Wer sich am Testtag krank fühlt, müsse überhaupt zuhause bleiben, appelliert Rieder an die Eigenverantwortung.

- Anita Rieder, Vizerektorin für Lehre der MedUni Wien und Hans-Peter Hutter, stellvertretender Leiter der Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin, Zentrum für Public Health der MedUni Wien, beim Pressegespräch zum MedAT 2020 in der Messe Wien.
- Foto: MedUni Wien/Kovic
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Mitarbeiter auf Corona getestet
Die Mitarbeiter und Aufsichtspersonen für das Medizinstudium sind in den letzten zwei Tagen auf Corona getestet worden. "Alle sind hier negativ getestet worden", so Rieder. Am Gelände selbst gibt es für die Kandidaten zahlreiche Eingänge . Außerdem werden die angehenden Medizinstudenten nur zu bestimmten Zeitslots rein gelassen. Der Einlass erfolgt gestaffelt nach Zeitfenstern. Wer zu spät kommt, gilt als „nicht angetreten“. Es wird kontaktlos Fieber gemessen und am Testgelände muss Mund-Nasenschutz getragen werden. Der Test selbst kann aber ohne Mund-Nasenschutz absolviert werden.
Kampf um 1.740 Studienplätze
"Die Tische sind in der Achse zwei Meter voneinander entfernt. Wir haben sehr viel Raum und den haben wir genützt", fügt Umweltmediziner Hutter hinzu. Auch die Lüftungssituation wurde untersucht und von technischen Sachverständigen begutachtet, um einen "optimalen Luftwechsel“ zu gewährleisten, so Hutter, und damit das Infektionsrisiko durch Aerosole abzusenken. Unverändert zu den Vorjahren ist hingegen der Test selbst. Geprüft wird schulisches Vorwissen und kognitive Fähigkeiten, 1.740 Studienplätze in Human- und Zahnmedizin. werden vergeben.


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