SPÖ-Landesparteivorsitzender zieht Konsequenzen aus der Wahlschlappe
Michael Schickhofer tritt zurück

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Nachdem er sich in einer ersten Reaktion am Wahlabend noch kämpferisch gezeigt hatte - "Ich möchte den steirischen Weg gemeinsam weitergehen" – ist der innerparteiliche Druck offensichtlich doch zu groß geworden und der steirische SPÖ-Vorsitzende Michael Schickhofer hat heute Vormittag in einer eilig einberufenen Pressekonferenz seinen Rücktritt aus allen parteipolitischen Funktionen mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben.

"Ich trage als Spitzenkandidat die Verantwortung für das Ergebnis und habe es überschlafen und mit der Familie besprochen. Ich ziehe hiermit klar die Konsequenzen und lege alle landes- und bundespolitischen Funktionen zurück. Ich werde auch kein Landtagsmandat mehr annehmen. Das Ressort werde ich bis zur Bildung einer neuen Regierung betreuen. Dann beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt", so Schickhofer. Die Frage, ob seine Entscheidung auch eine Botschaft an die Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner sei, ließ er unbeantwortet, es sei jetzt nicht der Zeitpunkt für Botschaften an irgendjemanden.

So geht's weiter

Heute ab 15 Uhr tagen die Parteigremien, dann wird die steirische SPÖ die nächsten Schritte beschließen. Mit der einstweiligen Führung der Partei wurde Schickhofers Stellvertreter Leichtfried betraut, die Regierungsverhandlungen mit der ÖVP soll Landesrat Anton Lang führen. 

Politischer Werdegang

Michael Schickhofer begann seine politische Karriere in der Lokalpolitik, wo er neun Jahre lang Gemeinderat in Weiz war. Es folgten Stationen in der SPÖ Weiz Bezirkspartei sowie in der SPÖ Steiermark, dessen Vorsitzender er seit Jänner 2016 ist.
Im Brotberuf arbeitete Schickhofer lange Zeit als Referent im Büro des ehemaligen Landeshauptmanns Franz Voves. Er war es auch, der seinen politischen "Ziehsohn" nach seinem eigenen Rückzug aus der Landesregierung als seinen Nachfolger installierte. Die Fußstapfen, in die Schickhofer damit gestoßen wurde, blieben ihm – besonders auch im Zusammenspiel mit seinem ÖVP-Gegenüber Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer – wohl immer eine Spur zu groß.
Bei der gestrigen Landtagswahl fuhr die SPÖ Steiermark das bisher historisch schlechteste Ergebnis (22,9 Prozent) ein und verlor insgesamt sechs Prozentpunkte.

"Ich respektiere die Entscheidung von Michael Schickhofer und danke ihm für seine Arbeit und die Zusammenarbeit", so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in einer ersten Stellungnahme. "Wir haben gemeinsam einige Reformen für die Steiermark umgesetzt. Er hat sich in vielen Bereichen engagiert und auch wenn wir in einer Frage, nämlich jener des Wahltermins, nicht einig waren, haben wir gemeinsam viel weitergebracht. Ich wünsche ihm ganz persönlich viel Erfolg für die Zukunft sowie viele glückliche Stunden mit seiner Familie, seiner Frau und seinen Kindern, der Minna, dem Vincent und dem Gregor", formulierte Schützenhöfer seine Wünsche an den langjährigen Regierungskollegen.

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