Debatte um ganzjährige Öffnung
Portalambulanz der Kinderklinik pausiert

- Die Portalambulanz vor dem Kinderzentrum ist freitags von 16 bis 20 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 12 bis 19 Uhr von Fachärztinnen und Fachärzten und medizinischem Personal besetzt. (Symbolbild)
- Foto: Gerhard Berger
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Die Portalambulanz am Kinderzentrum des LKH-Uniklinikums Graz wird mit Ende März – vorübergehend – geschlossen. Während das Land Steiermark die Maßnahme als bewährte Entlastung für die Kinderklinik während der Infekt-Saison sieht, fordert die SPÖ eine ganzjährige Öffnung und Maßnahmen gegen den Kinderärztemangel.
STEIERMARK. Die Portalambulanz am Kinderzentrum des LKH-Universitätsklinikums Graz, die während der Wintermonate zur Entlastung der Kinderklinik eingerichtet wurde (wir berichteten), stellt mit Ende März ihren Betrieb ein. Das Land Steiermark plant jedoch eine erneute Öffnung im nächsten Winter.

- Im Ernstfall in die Klinik, ansonsten empfehlen die Ärzte das Gesundheitstelefon 1450 anzurufen, bevor man sich auf den Weg ins Krankenhaus macht.
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Land betont Entlastungseffekt
Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) hebt die positiven Effekte der Maßnahme hervor: „Die Portalambulanz hat sich während der Infekt-Saison bewährt. Die Jüngsten kommen rascher zur richtigen Behandlung; gleichzeitig wird die Kinderklinik entlastet und hat damit mehr Raum für Notfälle.“ Kornhäusl bedankt sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kinderzentrums für ihren Einsatz und betont, dass die Ambulanz auch in der nächsten Wintersaison wieder geöffnet werden soll. Ziel sei langfristig eine ganzjährige Entlastung der Kinderklinik.
Auch Marco Triller, Klubobmann der FPÖ, sieht die Maßnahme als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen. „Ziel wird es sein, so wie im gemeinsamen Arbeitsprogramm festgehalten, eine ganzjährige Portalambulanz der Kinderklinik Graz sicherzustellen“, so der Freiheitliche. Die endgültige Entscheidung über die Fortführung der Ambulanz soll in der Sitzung der Gesundheitsplattform im Juni getroffen werden.

- „Die Portalambulanz hat sich während der Infekt-Saison bewährt", betont Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl.
- Foto: Land Steiermark
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SPÖ fordert ganzjährige Öffnung
Kritik kommt am Freitag dennoch von der SPÖ Steiermark. Klubobmann Hannes Schwarz sieht in der Schließung der Ambulanz für mehrere Monate eine Fehlentscheidung.
„In der Portalambulanz wurden in den vergangenen Monaten tausende Kinder behandelt [...]. Es gibt für uns keinen Grund, die Ambulanz nun für einige Monate zu schließen.“
Hannes Schwarz, Klubobmann der SPÖ Steiermark

- Die SPÖ Steiermark kündigt an, das Thema Portalambulanz sowie Maßnahmen gegen den Mangel an Kinderärztinnen und -ärzten demnächst im Landtag einbringen zu wollen.
- Foto: Foto Fischer/Land Stmk.
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Schwarz verweist zudem auf den zunehmenden Mangel an niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzten in der Steiermark und fordert die Landesregierung zum Handeln auf. „Die Portalambulanz wird von vielen auch deshalb genutzt, weil der Mangel an niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzten immer akuter wird. Gerade deshalb ist eine ganzjährige Öffnung wichtig und dringend notwendig“, so Schwarz. Die SPÖ will das Thema demnächst in den Landtag einbringen.
Die Kritik an den Öffnungszeiten kann ÖVP-Gesundheitssprecherin Sandra Holasek wiederum nicht nachvollziehen. „Die SPÖ hat diese Öffnungszeiten für die infektreichen Wintermonate selbst in der Gesundheitsplattform mitbeschlossen! Warum die SPÖ dieses gemeinsame Erfolgsprojekt nun kritisiert, erschließt sich mir nicht. Ich unterstütze die Bemühungen von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl, die Kinderklinik ganzjährig zu entlasten.“
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