Ringradweg
Ab Herbst wird die Ringstraße umfassend umgestaltet
- Neos Planungssprecherin Selma Arapović, Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Bezirkschef Markus Figl (ÖVP), präsentierten das Konzept für die neue Ringstraße. (v.l.)
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Der Ringradweg soll trotz Sparmaßnahmen umgestaltet werden. Mit einem ersten Abschnitt geht es dabei bereits im Herbst los. Ein besonderer Fokus liegt auf mehr Grünraum und getrennten Flächen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende.
WIEN/INNERE STADT. Ab Herbst 2026 startet die Stadt mit der etappenweisen Neugestaltung der Ringstraße. Den Anfang macht der rund 700 Meter Boulevard zwischen den U-Bahn-Stationen Schottentor und Schottenring. "Wer am Ring zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, weiß, dass es hier auf weiten Strecken wirklich eng und unübersichtlich ist", erklärt Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), die Notwendigkeit.
Das Projekt zielt darauf ab, die Verkehrsflächen für alle Beteiligten sicherer und übersichtlicher zu organisieren. Ein Kernpunkt der Planung ist die sogenannte Entflechtung der Verkehrswege, da die aktuellen Verhältnisse auf weiten Strecken als zu eng und unübersichtlich empfunden werden. Um dies zu lösen, werden die bisherigen Nebenfahrbahnen in baulich getrennte, 4,50 Meter breite Zwei-Richtungs-Radwege oder Fahrradstraßen umgewandelt.
Historische Anlehnung
Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) betont, dass von dieser Neuordnung letztlich alle profitieren und die Sicherheit für alle Generationen im Vordergrund steht. Die Radwege erhalten dabei übrigens auch eine optische Besonderheit: Sie werden erstmals in Wien in sandfarbenem Asphalt ausgeführt. Laut dem Historiker Harald R. Stühlinger, von der TU Wien ist dies eine bewusste Anspielung auf die Geschichte der Ringstraße. Auch die geschotterten Reit-Alleen waren damals deutlich von der Fahrbahn zu unterscheiden.
- Grünraum sowie getrennte Rad- und Gehwege standen im Fokus der Planungen.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Neben der neuen Rad-Infrastruktur entstehen allein im Bereich um den Schottenring über 900 Quadratmeter neue Grünflächen sowie zwölf neue Bäume. Dies soll die Aufenthaltsqualität steigern und das Klima verbessern. Die bisher asphaltierten Gehsteige werden durch eine barrierefreie Granitstein-Pflasterung entsiegelt und attraktiver gestaltet.
Für Fußgängerinnen und Fußgänger sollen zudem sogenannte "Zwischenlinsen" entstehen. Es handelt sich dabei um gepflasterte Inseln, die einen sicheren Zwischenstopp beim Überqueren der Radwege ermöglichen sollen.
"Prachtvolle Flaniermeile"
"Unser Ziel ist es, diese einst so prachtvolle Flaniermeile den Wienerinnen und Wienern zurückzugeben: sicher, modern, klimaangepasst und mit hoher architektonischer Qualität", zeigt sich auch Selma Arapovic, Klubobfrau und Planungssprecherin von Neos Wien erfreut. Sie erklärt weiters, dass sich durch die Neugestaltung auch wirtschaftliche Vorteile für die Geschäftstreibenden rund um den Ring geben sollen.
Bevor die eigentliche Umgestaltung der Oberfläche im Herbst beginnt, führen die Wiener Wasserwerke aktuell übrigens notwendige Leitungsarbeiten im Bereich des Schottenrings durch. Das gesamte Projekt folgt einem Konzept des Planungsbüros Gehl Architects aus Kopenhagen, das bereits internationale Referenzen wie den New Yorker Times Square vorweisen kann.
Liselott Stenfeldt von Gehl Architects erklärt den menschenzentrierten Ansatz der Planung: "Unser Ansatz stellt den Menschen in den Mittelpunkt und priorisiert ein entschleunigtes Tempo, das zum Verweilen und Genießen der Stadt einlädt".
Arbeiten bis 2030
Nach Abschluss der Arbeiten am Schottenring folgen weitere Bauphasen, die unter anderem den Universitäts-, Schubert- und Parkring umfassen werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am Mittwoch, 8. und Donnerstag, 9. April bei einer Informationsausstellung im Ringturm (Schottenring 30) über den aktuellen Stand der Planungen informieren.
Die finalen Arbeiten an der kompletten Ringstraße sollen dann laut Stadträtin Ulli Sima noch in dieser Legislaturperiode abgeschlossen werden. Das wäre dann bis ins Jahr 2030. Möglicherweise ragt der neue Abschnitt jedoch etwas darüber hinaus, erklärt sie.
- Auch zahlreiche Bezirkspolitikerinnen und Politiker waren bei dem Termin vor Ort.
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Beim Budget gibt Sima sich dann etwas zurückhaltender. Es bewege sich im mittleren, einstelligen Millionenbereich, so die Stadträtin. Genau sagen kann man dies erst bei. Spatenstich. "Wir möchten nicht, dass die Bauträger bei der aktuell laufenden Ausschreibung wissen, was unser Budget ist", erklärt sie diesen Schritt.
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