Erster Abschnitt
Arbeiten zum neuen Ringradweg in Wien offiziell gestartet
- Die Arbeiten am neuen Ringradweg haben offiziell begonnen.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
Zwischen Schottenring und Schottentor wird ab sofort gewerkelt. Die Arbeiten zum neuen Ringradweg haben offiziell begonnen. Bis 2030 soll das Gesamtprojekt fertiggestellt werden.
WIEN/INNERE STADT. Am Wiener Ring haben die Bauarbeiten für die etappenweise Umgestaltung der Rad- und Fußwege begonnen. Den Auftakt bildet der Schottenring zwischen Schottentor und Franz-Josefs-Kai. Auf dem rund 700 Meter langen Teilstück wird die bisherige Nebenfahrbahn in einen 4,50 Meter breiten Zwei-Richtungs-Radweg umgewandelt.
Ziel der Maßnahme ist es, die bislang gemischten Verkehrsflächen baulich voneinander zu trennen und bestehende Engstellen aufzulösen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro. "Darin enthalten sind die Beleuchtung, die Bepflanzung, sämtliche Bauarbeiten, alle Beläge und die Sitzbänke", erklärte Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Fertigstellung bis 2030
Die Fertigstellung dieses Abschnitts ist für Spätsommer 2027 vorgesehen. Das Gesamtprojekt entlang der Ringstraße umfasst vier Etappen und soll bis 2030 abgeschlossen sein. Der Kfz-Verkehr sowie der öffentliche Verkehr auf der Hauptfahrbahn bleiben während der Arbeiten unverändert aufrecht.
Durch die Nutzung der Nebenfahrbahn fallen Parkplätze weg, genaue Zahlen nennt die Stadt nicht, verweist jedoch auf die bestehenden Anrainerparkzonen im 1. Bezirk. Die FPÖ sprach in der Vergangenheit übrigens von rund 400 auf der gesamten Strecke –mehr dazu unten.
- v. l.: Selma Arapović, Planungssprecherin von Neos, Verkehrsstadträtin Ulli Sima und SPÖ-Wien- Klubobmann Josef Taucher bei der Präsentation.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
Durch die Verlegung des Radverkehrs steht die historische Baumallee künftig wieder ausschließlich Fußgängern zur Verfügung. Laut Sima werden 4.000 bis 5.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt, 900 Quadratmeter neue Grünflächen geschaffen, zwölf zusätzliche Bäume gepflanzt und etwa 60 Sitzgelegenheiten errichtet. Für den Radweg kommt ein sandfarbener Asphaltbelag zum Einsatz, der für eine klare optische Orientierung sorgen soll.
Verkehrspolitische Bedeutung
"Vorhaben wie der Ring-Radweg sind wesentlich dafür, Gewohnheiten bei der Fortbewegung in der Stadt zu verändern. Einerseits geht es darum, die aktive Mobilität gezielt zu fördern, andererseits müssen die Wege sicher, qualitativ hochwertig, breit und attraktiv gestaltet sein.", betont Selma Arapović, Planungssprecherin der Wiener Neos: "Zudem sollen die sternförmig in die Bezirke führenden Radrouten künftig besser angebunden werden".
Harald Robert Stühlinger von der TU Wien sieht in der Neuaufteilung der Flächen großes Potenzial: "Die Chance liegt darin, dass hier ein sehr breiter Raum zur Verfügung steht, den man gewinnbringend nutzen kann. Bislang dominieren Nebenfahrbahnen und Parkplätze. Daraus lässt sich ein lebenswerter Ort für viele Nutzerinnen und Nutzer schaffen." Eine weitergehende Verkehrsberuhigung hält Stühlinger derzeit allerdings noch nicht für realistisch, da der Ring weiterhin eine zentrale Verkehrsachse bleibe.
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