Verfahren
Tierquälerei-Vorwurf gegen Österreichs Olympia-Reiter Kühner

Gegen den Springreiter Max Kühner, der für Österreich startet, läuft ein Strafverfahren. | Foto: OSCAR OLSSON / AFP / picturedesk.com
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  • Gegen den Springreiter Max Kühner, der für Österreich startet, läuft ein Strafverfahren.
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Gegen den deutschen Max Kühner, ein Springreiter, der seit zehn Jahren für Österreich startet, wird wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe und legte Einspruch dagegen ein.

ÖSTERREICH. Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele sind erneut länger bekannte Vorwürfe gegen den Springreiter Max Kühner aufgetaucht. Gegen den österreichischen Teilnehmer von Paris wird wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Vorgeworfen wird Kühner sogenanntes "aktives Barren" im Mai 2023. Bei dieser in Deutschland verbotenen Methode wird einem Pferd beim Überwinden eines Hindernisses ein Stab gegen die Beine geschlagen, damit es höher springt.

Kühner weist die Vorwürfe entschieden zurück, es wurde die Einstellung des Verfahrens beantragt. "Das sind Anschuldigungen, die jeglicher Grundlage entbehren. Im Gegensatz können wir durch amtstierärztliche Bescheinigungen, Sachverständige und viele Zeugen beweisen, dass es unseren Pferden jederzeit gut geht und ging. Das Tierwohl hat bei uns oberste Priorität und unser ganzer Betrieb ist rund um die Uhr darauf ausgelegt", heißt in einer Stellungnahme.

Der Österreichische Pferdesportverband teilte mit, dass das Verfahren keinen Einfluss auf den Start des Reiters bei den Olympischen Spielen in Paris habe und Kühner wie geplant antreten werde. | Foto: Michael Graf
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OEPS steht hinter Kühner

Auch der österreichische Pferdesportverband (OEPS) unterstützt seinen besten Springreiter und erklärte am Donnerstag in einer schriftlichen Stellungnahme an die APA: "Der OEPS kann aufgrund sämtlicher Wahrnehmungen im Zuge der jahrelangen Zusammenarbeit mit Max Kühner bestätigen, dass die Haltung, Ausbildung und Vorstellung seiner Pferde höchster Qualität entspricht. Es besteht aufgrund seiner einwandfreien Einstellung zum Sportpartner Pferd kein wie immer gearteter Anlass davon auszugehen, dass er tierschutzwidrige Methoden im Training anwendet, oder in der Vergangenheit angewendet habe."

Reitsport öfters in Kritik

Derzeit laufen noch Stellungnahmefristen, daher sei zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Prognose möglich, ob und wann es zur Hauptverhandlung kommen wird, hieß es vom Starnberger Amtsgericht in Deutschland. 

Der Reitsport sieht sich immer wieder mit Vorwürfen der Tierquälerei konfrontiert. Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass die britische Dressurreiterin Charlotte Dujardin nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen wird. Die dreimalige Olympiasiegerin hat Fehlverhalten gegenüber einem Pferd zugegeben. Ein Video zeigte, wie sie das Pferd einer Schülerin schlägt.

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