Markenzeichen und Kopfschutz

- Namhafte Automobilhersteller wie BMW lassen ihre Embleme und Schriftzüge bei Ulbrichts Witwe produzieren.
- Foto: Cityfoto/Petra Fröschl
- hochgeladen von Alfred Jungwirth
Ulbrichts Witwe ist europäischer Technologieführer in den Bereichen Automotive und Protection.
RÜSTORF. Was haben ein BMW in Shanghai und ein Hamburger Streifenpolizist gemeinsam? Beide tragen ein Produkt von Ulbrichts Witwe. Im Falle des BMW ist es das Markenzeichen auf Kühlergrill und Heckklappe, beim Polizisten ein Hightech-Titanhelm. Beides wird in Kaufing in der Gemeinde Rüstorf hergestellt.
Der Geschäftsbereich Ulbrichts Automotive produziert täglich 100.000 Schriftzüge und Embleme für namhafte Automobilhersteller wie BMW, VW, Audi und Mercedes. In den vergangenen zehn Jahren wurden mit den eigenen Werkzeugbauern vollautomatisierte Produktionsprozesse entwickelt, die weltweit für die Herstellung von Auto-Emblemen einzigartig sind. Ulbrichts Automotive hat infolge dieser Neuausrichtung den Jahresumsatz vervierfacht. Heute ist Ulbrichts Automotive Markt- und Technologieführer in Europa und hat laut eigenen Angaben die höchste Automatisierung in diesem Bereich weltweit.
Rasante Entwicklung
Eine besonders rasante Geschäftsentwicklung verzeichnete Ulbrichts Protection in den vergangenen vier Jahren. Hier werden kugelsichere Helme aus Titan für verschiedene Polizei- und Militäreinheiten entwickelt und produziert. Durch technische Innovationen, eine kundennahe Entwicklung sowie unternehmerischen Weitblick ist es gelungen, in den hart umkämpften internationalen Märkten nicht nur zu bestehen, sondern sich als Technologieführer an die Spitze zu setzen. Jüngste Innovation: ein Stirnschild, das in Kombination mit einem Titanhelm sogar dem Beschuss eines Kalaschnikow-Sturmgewehrs standhält und außerdem ein tödliches Trauma beim Helmträger verhindert.
Schutzhelme sind gefragt
Der Geschäftsbereich hat in den vergangenen drei Jahren in Europa elf von 13 Ausschreibungen für ballistische Schutzhelme gewonnen. Der wichtigste Markt dabei war Deutschland. Dort haben sich 80 Prozent der Bundesländer angesichts neuer Bedrohungslagen vor dem Hintergrund des internationalen Terrorismus für die Beschaffung ballistischer Schutzhelme entschieden. Auch die österreichische Polizei setzt auf Titanhelme made in Kaufing. Im Segment Ulbrichts Protection hat das Unternehmen seinen Auftragseingang in vier Jahren verfünfzehnfacht.
Zur Sache
- Ulbrichts Witwe in Kaufing (Gemeinde Rüstorf) ist europäischer Technologie- und Marktführer in zwei unterschiedlichen Geschäftsbereichen: Ulbrichts Automotive stellt Schriftzüge und Embleme für Automobilhersteller wie BMW, VW und Audi her; Ulbrichts Protection produziert ballistische Helme aus Titan für Polizeieinheiten und Militärs.
- Die Geschichte des Familienunternehmens reicht mehr als 200 Jahre zurück. Aktuell beschäftigt Ulbrichts 300 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. Eigentümer und Geschäftsführer ist Georg Scharpenack.



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