Juchgasse bis Schlachthausgasse
Startschuss für Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße
- v.l.: Angelika Pipal-Leixner (Neos), Ulli Sima und Erich Hohenberger (beide SPÖ) luden zum Spatenstich auf der Landstraßer Hauptstraße.
- Foto: Kaja Jerabek/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Rund ein Jahr nach der Präsentation des Gesamtkonzepts für die Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße nahmen Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) den Spatenstich für den ersten Abschnitt vor. Neben großflächiger Entsiegelung darf man sich insbesondere auf zwei neue Einrichtungsradwege freuen.
WIEN/LANDSTRASSE. "Wir zeigen heute, dass wir das umsetzen, was wir auch angekündigt haben", betont Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) anlässlich des Spatenstichs für die Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße. Rund 700 Meter zwischen der Juchgasse und der Schlachthausgasse wurden als erster Abschnitt eines ganzheitlichen Konzepts für die Hauptverkehrsader des 3. Bezirks definiert.
In weiterer Folge sollen noch rund um den Rochusmarkt sowie von der Barichgasse bis zur Juchgasse zwei Begegnungszonen folgen. Für Ersteren würde man sich derzeit bereits in der Detailplanung befinden, wie es am Mittwoch heißt. Insbesondere die Grünen Landstraße hatten in der Vergangenheit immer wieder die schrittweise Umgestaltung der Hauptstraße kritisiert und hinterfragt, ob die weiteren Pläne tatsächlich umgesetzt werden – soviel zum Anfangszitat der Stadträtin.
Finanzierung nicht ohne Stadtmittel möglich
So oder so geht es etwa ein Jahr nach der Präsentation des Gesamtkonzepts an die Umgestaltung des ersten Abschnitts: Hierfür wurden die Pläne ebenfalls bereits Ende 2025 definiert: Zwei Einrichtungsradwege, 28 neue Bäume sowie fünf Hochstammsträucher, 100 zusätzliche Radbügel und 1.200 Quadratmeter an neuer Grünfläche.
Die Kosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro, wobei etwa die Hälfte in die Erneuerung der Wasserrohre fließt, wie es ebenfalls von Sima heißt. Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) hatte zuvor seine Dankbarkeit für die Finanzierung vonseiten der Stadt ausgesprochen, ohne die man das Projekt – "wie auch kein anderer Bezirk in Wien" – nicht hätte stemmen können.
Auswirkungen der Baustelle
Welche Einschränkungen die Bauarbeiten an der Oberfläche sowie im Untergrund für den Verkehr und die Buslinie 74A haben, wurde bisher noch nicht konkretisiert. Vonseiten der Wiener Linien heißt es dazu, dass man sich derzeit noch in den finalen Gesprächen befindet und in den kommenden Wochen Details zu einer Umleitung der Buslinie folgen sollen.
Von der MA 31 – Wiener Wasser gibt es hingegen schon konkretere Infos: So sollen auf dem Abschnitt zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse ab April sogenannte Transportleitungen erneuert werden. Bis September sollen sich die Arbeiten auf den Bereich zwischen Juch- und Oberzellergasse beschränken, danach wird bis April 2027 der Abschnitt bis Schlachthausgasse in Angriff genommen.
- Ab April 2026 sollen die Arbeiten an den Wasserrohren beginnen.
- Foto: Kaja Jerabek/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Während der zweiten Bauphase dürfte der Verkehr als auch der 74A zwischen Oberzellergasse und Schlachthausgasse stadteinwärts über den Rennweg umgeleitet werden. Der Bereich auf der Hauptstraße wird in dieser Zeit als Einbahn geführt, nähere Infos sollten von den Wiener Linien folgen.
Wie es in Wien bereits gelernte Praxis ist, gehen Umgestaltung meist Hand in Hand mit großflächiger Entsiegelung. Insgesamt 5.700 Quadratmeter werden aufgerissen und sollen so weit wie möglich mit Grünflächen ersetzt werden, etwa mit über 70 neuen Beeten. 80 Prozent der für die Arbeiten entfernten Pflastersteine sollen zudem im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch bei der umgestalteten Hauptstraße wieder zum Einsatz kommen.
Neue Anbindungen in beide Richtungen
"Mit mehr Platz und Sicherheit für Fuß- und Radverkehr sowie mehr Aufenthaltsqualität und Begrünung führen wir diese wichtige Einkaufsstraße in die klimafitte Zukunft", fasst Neos-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner zusammen. Immerhin werden die nicht mehr zeitgemäßen Mehrzweckstreifen durch baulich getrennte Radwege ersetzt, zudem werden die Kreuzungsbereiche und Sichtbeziehungen für den nicht motorisierten Verkehr verbessert.
An der Anbindung für den Radverkehr wurde bereits zuvor fleißig gearbeitet. So wurde im Rahmen der Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 bereits ein rund ein Kilometer langer Zwei-Richtungs-Radweg zwischen Landstraßer Hauptstraße, Leberstraße und Viehmarktgasse errichtet. Auch in Richtung Simmering schafft der Ende 2025 fertiggestellte "Radhighway" in der Rinnböckstraße eine bessere Anbindung der Landstraße.
Mehr zu dem Thema:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.