Die Aschewolke ist zurück
Am Sonntag müssen in Österreich wieder zahlreiche Flughäfen gesperrt werden. In Innsbruck sind bereits am Nachmittag keine Flüge mehr möglich.
Nach Problemen in Frankreich und Italien sorgt die Aschewolke aus Island nun auch in Österreich für Probleme im Flugverkehr. Am Nachmittag müssen die Flughäfen Innsbruck, Salzburg, Linz und Wien erneut geschlossen werden. Der Klagenfurter Flughafen ist derzeit noch offen, da München aber gesperrt ist sind die ersten Flüge ab Klagenfurt wieder gecanncelt.
Das Ausmaß der Flugstörungen ist jedoch geringer als bei den Sperren im April: Bisher mussten 500 Flüge gestrichen werden. Die Aschewolke, die vom Westen über Europa zieht, sorgt auch in Deutschland für Probleme.
Flugbetrieb erst wieder am Montag
Konkret werden vorerst in Innsbruck von 15.30 bis 22.00 Uhr, Salzburg von 17.00 bis 20.00 Uhr, Linz 20.00 bis 4.00 Uhr und Wien von Mitternacht bis 5.00 Uhr keine Starts und Landungen möglich sein. Ab Montagfrüh sollte nach derzeitigem Stand der Dinge der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden können.
Auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden am Sonntag 31 von knapp 1.400 geplanten Flügen gestrichen. Betroffen waren Flüge nach Mailand, Lissabon und in die USA. Auf den Strecken über den Atlantik kam es zu mehrstündigen Verspätungen, weil die Maschinen die Aschewolke umfliegen mussten.
Die Schweiz schloss sich den Sperren weiter Teile des europäischen Luftraums trotz neuer Vulkanasche aus Island nicht an. Dennoch fielen zahlreiche Flüge in Genf, Basel und Zürich aus.
Probleme in Spanien, Portugal und Italien
Betroffen von der Vulkanasche in der Luft waren laut Eurocontrol Flughäfen im Norden Portugals, im Nordwesten Spaniens und im Norden Italiens. Vorübergehend seien die Flughäfen Mailand, Pisa und Florenz gesperrt. Es werde aber erwartet, dass die meisten wieder öffnen könnten. Das italienische Amt für Flugsicherheit ENAC hatte bis Sonntag 14.00 Uhr Teile des norditalienischen Luftraums geschlossen.
Weniger Asche als im April
Das Ausmaß der neuen Flugstörungen ist aber weitaus geringer als im April. Damals hatte der Vulkan fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schließung von Hunderten Flughäfen hatte ein beispielloses Chaos ausgelöst, mehr als acht Millionen Reisende saßen fest.
Aktuelle Information des Klagenfurter Flughafen, 09.05.2010, 16:30 Uhr
Da der Luftraum über dem Münchner Flughafen seit 15:00 Uhr gesperrt ist, sind die Flüge
LH 3564 MUC - KLU
LH 3565 KLU - MUC
LH 3566 MUC - KLU
gestrichen. Die Passagiere werden gebeten, sich mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen:
www.lufthansa.com
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