Frau in der Wirtschaft Wien
Wiens Pionierinnen: Sonja Reumüller

- Sonja Reumüller liebt große Motoren und zeigt ihr Interesse an der Technik.
- hochgeladen von Sabine Krammer
Von wegen typisch Mann? Diese Wiener Unternehmerinnen sind Pionierinnen der Zukunft: Frauen, die MINT revolutionieren – wie auch Sonja Reumüller, mit Ihrer Firma Erwin Reumüller TEWA Elektromotoren GmbH Spezialistin für Antriebstechnik und Universallieferant für elektrotechnischen Bedarf ist.
MINT in Wien: Frauen, die die Zukunft erfinden
Technik und Wissenschaft als Männersache? Frau in der Wirtschaft Wien zeigt: Nein, ganz im Gegenteil. Diese porträtierten Unternehmerinnen bereiten als Wiener Pionierinnen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) den Weg für Generationen vor. So wie einst Ada Lovelace, der ersten Programmiererin der Welt, bis hin zu Marie Curie, der zweifachen Nobelpreisträgerin – diese Frauen Geschichte geschrieben und Barrieren durchbrochen. Trotz Vorurteilen, Diskriminierung und gläsernen Decken kämpften sie unermüdlich für ihre Visionen und veränderten die Welt.
Wiener Wegbereiterinnen: Frauen, die MINT neu definieren
Margarete Kriz-Zwittkovits, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Wien (FiW), einem Netzwerk der Wirtschaftskammer Wien (WK Wien): "Noch immer stehen Frauen vor großen Herausforderungen – Gender Stereotype, ungleiche Bezahlung und eine oft fehlende Repräsentation. Doch es gibt Hoffnung: Frauen von heute gestalten nicht nur mit, sie führen Innovationen an, vernetzen sich und schaffen Unterstützungssysteme. Diese Serie zeigt nicht nur, was Frauen schon erreicht haben, sondern auch, wie sie die Zukunft gestalten – kraftvoll, kreativ und unaufhaltsam."
Technik von Anfang an
Schon als Kind ist Sonja Reumüller im Familienbetrieb herumgelaufen und hat sich für die Motoren interessiert: „Ich habe schon immer lieber gebastelt und einen Hammer in der Hand gehabt, als mit einer Barbie-Puppe zu spielen.“ Noch heute stört es sie nicht, sich die Hände schmutzig zu machen oder in der Werkstätte eigenständig einen Motor auseinander- und zusammenzubauen. In der Schule zählten die Fächer Mathematik, Physik und der Kochunterricht zu den Lieblingsgegenständen und ein Berufsinfotest hat das technische Interesse bestätigt. „Also bin ich in die HTL gegangen, Zweig Elektrotechnik, war zwar das einzige Mädchen, aber die Beste in der Werkstätte“, lacht die Unternehmerin, die den Familienbetrieb in vierter Generation gemeinsam mit Ihrer Schwester führt. Heute ist der Betrieb in der Johann-Josef-Krätzer-Gasse 6 führend bei der Reparatur von Motoren, der Anfertigung von Sondermotoren, Service und Revision von Motoren und dem Handel mit elektrotechnischem Bedarf wie Produkte für Mechatroniker, Antriebstechnik, Sanitärelektronik, Münzzähler und dem Service von Sportgeräten. Das Unternehmen hat 14 Mitarbeiter ist europaweit tätig.
Das Gefühl von Frauen für Technik
Frauen in MINT-Berufen haben laut Reumüller zahlreiche Vorteile: „Bei der Handfertigung erzielen Frauen durch ihr Feingefühl bessere und schnellere Resultate, weswegen früher die Motor-Wicklungs-Fertigung ausschließlich in Frauenhänden lag.“ Trotzdem weiß die Unternehmerin, dass sich Frauen in Technikberufen beweisen und ihre Fachkompetenz deutlicher hervorstreichen müssen als männliche Arbeitskräfte, aber so Reumüller rückblickend: „Ich habe mich nicht einschüchtern lassen und bin durch die Kombination mit meinem Wissen schnell akzeptiert worden.“ Neben der Vielschichtigkeit der Berufe im Technikbereich nennt Reumüller die höheren Gehälter als weiteren Pluspunkt des Technikbereiches. „Ich habe oftmals bemerkt, dass Frauen, die sich für einen technischen Beruf entschieden haben, dafür ein wesentlich höheres Interesse zeigen als Männer.“ Allerdings räumt die 55-Jährige ein: „Meinen Beruf und meine aktuelle Tätigkeiten neben der Firma, hätte ich nicht mit einer Familie vereinbaren können.“
Reumüllers Rolle als Vorbild und Mentorin
Die Förderung von Frauen in der Technik ist ein großes Thema für Reumüller, weshalb sie sich stark in der Innung einbringt: „Ich bin im Ausschuss Mechatronik, bin Innungsmeister-Stellvertreterin, Vorsitzende bei Elektromaschinenbau und in der Bundesinnung der Mechatroniker“, Beiratsmitglied der Forschungs-Förderungsgesellschaft, so die Unternehmerin. Den Kontakt zu anderen Geschäftsleuten nutzt Reumüller insbesondere bei der Nachwuchsrekrutierung, denn so Reumüller stolz: „Wir bilden Lehrlinge aus!“ In ihrer Freizeit lebt Sonja Reumüller ihr zweites Steckenpferd aus, das Kochen. „Ich habe sicherlich schon 20 Kochkurse absolviert, koche und dekoriere gerne für meine Großfamilie und übernehme auch gerne Organisatorisches bei Events.“

- Margarete Kriz-Zwittkovits, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Wien (FiW)
- Foto: WKW/Michael Strobel
- hochgeladen von Unternehmen im Blickpunkt
"Sind stolz auf unsere Wiener Unternehmerinnen"
Die Präsenz von Frauen in der Wiener Unternehmenslandschaft ist heute selbstverständlicher denn je. Frauen führen Betriebe jeglicher Größe und sind in nahezu jeder Branche aktiv. Tatsächlich werden 43 Prozent aller Einzelunternehmen von Frauen gegründet. Die Branchen, die besonders von den Tätigkeiten der Wiener Unternehmerinnen profitieren, sind der Einzelhandel, persönliche Dienstleistungen, Beherbergung und Gastronomie, das Sozialwesen sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen. "Diese Vielfalt zeigt, wie tiefgreifend und umfassend der Einfluss von Frauen auf die lokale Ökonomie ist. Wiens Wirtschaft blüht durch den Einsatz und das Unternehmertum seiner Frauen auf, und wir von FiW Wien erkennen den unermesslichen Wert dieser Beiträge an", so Kriz-Zwittkovits.
FiW Wien: Netzwerk für weibliches Unternehmertum
FiW Wien setzt sich unermüdlich dafür ein, Unternehmerinnen auf ihrem Weg zum Erfolg zu unterstützen. Mit einem umfassenden Angebot an Seminaren, Workshops und Netzwerkevents schafft die Organisation eine Plattform, die es Frauen ermöglicht, ihre unternehmerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und zu stärken. "Unser Ziel ist es, jede Frau zu ermutigen, ihre unternehmerischen Träume zu verwirklichen. Wir glauben fest daran, dass Wiens Zukunft maßgeblich von der Kreativität, dem Mut und der Innovationskraft seiner Unternehmerinnen geprägt sein wird", bekräftigt Kriz-Zwittkovits.
Über Frau in der Wirtschaft Wien
Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Wien ist ein starkes Netzwerk für selbstständige Frauen – von der Kleinstunternehmerin bis zur Topmanagerin. FiW vertritt die Interessen von über 54.000 Wiener Unternehmerinnen und unterstützt mit umfassendem Service unternehmerischen Erfolg. Geboten werden Workshops/Webseminare zu diversen Themen wie etwa Businessplan, Finanzierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz sowie maßgeschneiderte Kurse zu Themen wie Aufsichtsratskompetenz. Eigene FIW-Events dienen dem Netzwerken, für Jungunternehmerinnen gibt es ein eigenes Mentoring-Programm. Der "Tag der Frau in der Wirtschaft Wien" ist die jährliche Hauptveranstaltung mit speziellen Vorträgen und Events. Informationen für Unternehmerinnen und Managerinnen werden in eigenen Newslettern und im Magazin "Unternehmerin" transportiert.Mehr Infos unter www.frauinderwirtschaft.wien sowie auf den FiW-Wien-Social-Media-Kanälen www.facebook.com/frauinderwirtschaftwien und www.instagram.com/fiw_wien.




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