Parkplatz-Debatte
Zu viele Radbügel an Währinger Kreuzung sorgen für Ärger
- Diese Kreuzung wurde unlängst zum Zankapfel. Manche orten hier eine zu große Anzahl an Radbügeln auf Kosten von Parkplätzen.
- Foto: Ipirotis/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Ein Posting eines Währingers hat in den sozialen Netzwerken für viel Widerhall gesorgt. Der Nutzer kritisiert, dass an der Kreuzung Herbeckstraße/Alseggerstraße zu viele Fahrradbügel errichtet wurden. Die Magistratsstelle erklärt hingegen, dass es dafür einen Grund gäbe.
WIEN/WÄHRING. Es gibt viele Themen, welche die Menschen bewegen. In Währing sind es derzeit Fahrradbügel. Die eine Seite sieht in ihnen notwendige Abstellorte, um das Radfahren im Bezirk noch attraktiver zu gestalten. Andere sehen im Ausbau der Radinfrastruktur viel eher das vermeintliche Wegfallen von Parkmöglichkeiten für Autos.
Zuletzt wurde eine unscheinbare Kreuzung zum erneuten Zankapfel zwischen vier und zwei Reifen, weil es laut eines MeinBezirk-Lesers an einer Stelle zu viele Abstellmöglichkeiten für Räder gäbe. "Jetzt haben wir schon drei Radständer-Batterien an der Kreuzung", beteuerte der Anrainer über den Abschnitt an der Herbeckstraße/Alseggerstraße. Und an der nächsten Querkreuzung gäbe es "auch schon welche", argumentiert er weiters.
Widerhall im Internet ist groß
Mit dem Groll steht der Leser hingegen nicht alleine dar. So teilte er seine Ansichten auch in den sozialen Medien, wo diese auf viel Widerhall stoßen sollten. Von anderen Nutzerinnen und Nutzern werde etwa kritisiert, dass zu viele Radbügel in zu großer Dichte zueinander stünden. Weiters wird vermerkt, dass die Bügel die meiste Zeit nicht genutzt werden.
- Auch wenn eines der "Räder" ein Elektroroller ist, kann man per Lokalaugenschein dennoch erkennen, dass die Ständer selbst im Winter und bei eisigen Fahrbedingungen genutzt werden.
- Foto: Ipirotis/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Auch ärgere man sich darüber, dass potenzielle Parkplätze den Bügeln zum Opfer gefallen seien. "Inzwischen wird es sowieso schon schwer einen Parkplatz zu finden im Grätzl", resümiert daher auch der MeinBezirk-Leser. Daher hat sich MeinBezirk bei der zuständigen Magistratsabteilung erkundigt, warum gerade an dieser Stelle vermehrt Fahrradbügel zu finden sind.
Schulwegsicherheit soll erhöht werden
Auf Nachfrage bei der MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) wird betont, dass der Anteil der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer in Wien in den vergangenen Jahren "immer weiter gestiegen" sei. Im Jahr 2024 wären demnach 11 Prozent der Wienerinnen und Wiener im Alltag mit dem Rad unterwegs gewesen. Warum es gerade an der Kreuzung zwischen Herbeckstraße und Alseggerstraße gleich drei Radbügelgruppen gäbe, hätte hingegen auch mit den Schulen in der Umgebung zu tun.
Denn an der Kreuzung verläuft der von der Stadt empfohlene Schulweg zur Volksschule Bischof-Faber-Platz. "Die Radbügel dienen sowohl dazu, Fahrräder abstellen zu können als auch dazu, die Sicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger, die die Straße auf den Schutzwegen queren möchten, freizuhalten", erklärt die Magistratsstelle. Dadurch solle auch für die Schülerinnen und Schüler die Verkehrssicherheit weiter erhöht werden. Gleichzeitig hätte es die Örtlichkeit verlangt, dass die Anzahl der Bügel aufgestellt wurde.
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