Simmering
Unsichere Kreuzung trotz Umgestaltung in der Rinnböckstraße
- An der Kreuzung Rinnböckstraße/Pachmayergasse ist die Durchfahrt für Autos eigentlich verboten.
- Foto: z.V.g.
- hochgeladen von Luca Arztmann
Mit der Fertigstellung des Radwegs in der Rinnböckstraße sollte die Straße in Simmering verkehrsberuhigt werden. Bei der Kreuzung Rinnböckstraße/Pachmayergasse ist offenbar aber das Gegenteil der Fall. Physische Sperren waren nur provisorisch und wieder weggenommen, Autos nutzen den Schleichweg bei der Schule verbotenerweise wieder.
WIEN/SIMMERING. Kurz vor dem Jahreswechsel wurde die Fertigstellung des Radhighways in der Rinnböckstraße verkündet. Die Umgestaltung, welche bereits im Sommer 2024 startete, sollte den unter Autofahrerinnen und Autofahrern bekannten Schleichweg in eine Fahrradstraße verwandeln.
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurden einzelne Abschnitte in eine Einbahn umgewandelt und die Durchfahrt für den motorisierten Verkehr unterbrochen. So auch bei der Kreuzung Rinnböckstraße/Pachmayergasse, worauf mit Verbotsschildern hingewiesen wird. Der Schutzweg wurde entfernt, immerhin sollten Autos an der Querung keine Rolle mehr spielen.
Wo sind die "Betonblöcke"?
Aktuell sieht die Situation allerdings anders aus, wie Videos und Bilder von Betroffenen zeigen. Diese zeigen sich über Verkehrssicherheit besorgt: "Leider sind diese Verbotsschilder zwecklos, da die Hälfte der Autofahrer es schlichtweg ignoriert und weiterhin durchfährt, seit Betonblöcke, die vorher dort lagen, weggeräumt wurden."
Bei den "Betonblöcken" handelte es sich laut der zuständigen MA 28 – Straßenverwaltung um sogenannte "provisorische Betonleitwände". Diese waren bis zur endgültigen Fertigstellung der Radstraße aufgebaut gewesen, mit Ende Dezember aber entfernt. Seither scheinen Autos wieder wie üblich den Schleichweg in Richtung A 23 zu nutzen, jedoch ohne einen Schutzweg für Fußgängerinnen und Fußgänger.
Braucht "Eingewöhnungszeit"
"Die Querung der Rinnböckstraße ist gerade für Kinder nun gefährlicher geworden", halten auch die Grünen Simmering fest. "Es wird meiner Meinung auch zu gefährlichen Situation kommen, da sich in unmittelbarer Nähe Mittelschule und Kindergarten befinden", so ein Betroffener weiter.
Der MA 28 sei laut einem Sprecher bisher nicht bekannt, dass es bei der Kreuzung zu gefährlichen Situationen gekommen sei. "Wir werden die Örtlichkeit jedoch auf eventuelle erforderliche Verkehrsmaßnahmen überprüfen", heißt es auf Anfrage weiter.
- Das Verbotsschild auf der rechten Seite wird von Autofahrerinnen und Autofahrern derzeit noch oft übersehen.
- Foto: z.V.g.
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Bisher habe das Magistratsamt die Erfahrung gemacht, dass die Verkehrsberuhigung mit Fahrradstraßen samt Einbahnregelungen wie in der Rinnböckstraße gut funktioniert. Jedoch: "Oft bedarf es einer gewissen Eingewöhnungszeit, bis alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit der neuen Regelung vertraut sind", gibt der Sprecher zu.
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