Schärdings Spital übetrifft "Energieziele" bei weitem

- Der Kaufmännische Direktor des LKH Schärding, Thomas Diebetsberger, in den "heiligen Katakomben" des Spitals.
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Vor zehn Jahren hat sich das LKH Schärding ehrgeizige Energiesparziele gesetzt – nun war Tag der Abrechnung.
SCHÄRDING (ebd). Es galt, sowohl den Verbrauch an Wärmeenergie sowie den Stromverbrauch zu optimieren. Die nun exklusiv der BezirksRundschau vorgestellte Bilanz kann sich mehr als nur sehen lassen: Trotz der Verdopplung der Krankenhausfläche im vergangenen Jahrzehnt, konnte der Energieverbrauch um rund 15 Prozent bei der Wärme sowie rund zehn Prozent an Strom reduziert werden. "Wir ersparen uns dadurch zusammengenommen knapp 60.000 Euro im Jahr", sagt der Kaufmännische Direktor des Spitals, Thomas Diebetsberger. Demnach sind heuer im Budget 329.000 Euro für Stromkosten und 173.000 Euro für Heizkosten (Gas) veranschlagt.
Zu verdanken sind die Einsparungsmaßnahmen nicht zuletzt dem Technischen Betriebsleiter des Spitals, Wolfgang Koppelstätter, und seinem 14-köpfigen Team. „Im Bereich Wärmeenergie haben wir vor allem durch den Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen, die Optimierung der Dampfanlage, durch thermische Sanierungen sowie durch Anpassungen bei Einstellungen der Regelungssysteme im gesamten Krankenhaus-Bereich das Einsparungsziel erreicht", erklärt Koppelstätter. "Beim Stromsparen konzentrierten wir uns schwerpunktmäßig auf die Optimierung der Betriebszeiten von Anlagen und der Effizienzsteigerung der Kälteerzeugung für die Gebäudekühlung. Zudem trug der Einsatz von Bewegungsmeldern in Gängen und im Stiegenhaus zur Stromreduktion bei.“
"Es wird nie finster"
Zum Vergleich: Mit der eingesparten Energiemenge ließen sich in etwa 50 Vier-Personen-Haushalte mit Strom und 35 Haushalte mit Wärme versorgen. Auch in Zukunft wird das Energiesparen im LKH Schärding Thema sein. „Unsere Techniker sind laufend auf der Suche nach Möglichkeiten, wie wir weiterhin Energie sparen können. Dabei ist auch die Sensibilisierung unserer 524 Mitarbeiter sehr wichtig“, so der Technische Betriebsleiter. Apropos Stromversorgung: Drei Dieselaggregate sorgen zudem dafür, dass es in dem Spital nie finster wird. "Schärding gehört zu den wenigen Krankenhäusern in Österreich, die über eine Strom-Vollversorgung verfügen", sagt Diebetsberger. "Wenn es also in ganz Schärding finster werden sollte, brennt im Krankenhaus noch das Licht."
Rundgang gewinnen
Die BezirksRundschau ermöglicht Interessierten am Montag, 5. Mai, um 19 Uhr einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Spitals. Dafür muss nur folgende Frage beantwortet werden: Auf wieviel belaufen sich die jährlichen Stromkosten des Spitals? Antwort samt Name und Anschrift an schaerding@bezirksrundschau.com, Kennwort "Rundgang LKH Schärding" schicken und gewinnen. Die 15 schnellsten Einsender sind beim Rundgang samt Imbiss dabei.
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