Umbau der Äußeren Mahü
Parkplatzmangel rund um den Eissalon "Garda"
- Raffaello Zanoni und seine Frau betreiben den Salon.
- Foto: Patricia Hillinger/MeinBezirk
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Was sich auf der Äußeren Mariahilfer Straße seit dem Umbau des ersten Abschnitts verändert hat, schilderte Raffaello Zanoni vom "Garda"-Eissalon. Er musste unter anderem seinen Schanigarten verkleinern.
WIEN/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Die Neugestaltung der Äußeren Mariahilfer Straße hat für viel Gesprächsstoff gesorgt, nicht nur bei Anrainern, sondern auch bei den Geschäftsleuten vor Ort.
MeinBezirk hat den Betreiber des Eissalon "Garda", Raffael Zanoni, besucht und mit ihm über die Veränderungen, ihre Folgen und seine ganz persönlichen Erfahrungen gesprochen. Als im August des Vorjahres die Umbauarbeiten starteten, war die Straße zunächst von Lärm und Lastwagen geprägt.
- So sah der Schanigarten einst aus.
- Foto: Zanoni
- hochgeladen von Patricia Hillinger
„Wir mussten sofort unseren Schanigarten abbauen“, erzählt der Betreiber. Erst im Frühjahr durfte er diesen wieder aufstellen – allerdings unter völlig neuen Auflagen. Einheitliche Sonnenschirme ohne Logos, dünne Glasumrandungen und keine Heizstrahler mehr: Was früher stabil und wettergeschützt war, wirkt nun offener, aber auch anfälliger. „Früher sind die Gäste auch im Winter draußen gesessen, jetzt flüchten sie schon bei Regen oder Wind“, so Zanoni. Auch die alte, hochwertige Ausstattung musste er verkaufen, da sie nicht mehr den Vorschriften entsprach.
Kein Parkplatz, kein Kunde
Besonders hart trifft den Eissalon der Verlust von Parkmöglichkeiten. Viele Stammgäste kamen mit dem Auto, um größere Mengen Eis mitzunehmen – manche sogar ganze Boxen. Doch seit die nahegelegene Intersport-Garage geschlossen ist, bleiben viele dieser Kunden aus. „Ich habe E-Mails bekommen: ‚Lieber Zanoni, wir kommen nicht mehr, weil wir keinen Parkplatz finden‘“, berichtet er. Um treue Gäste nicht zu verlieren, hat Zanoni auf eigene Kosten drei Stellplätze in einer Garage angemietet und Stammkunden die Schlüssel überlassen. Für viele andere bleibt der Weg jedoch zu kompliziert: Einbahnen, lange Umwege und fehlende Ladezonen schrecken ab.
„Manche Gesichter sehe ich heuer gar nicht mehr – und das nach 30 Jahren“, sagt er nachdenklich. Trotzdem bleibt der Eissalon-Betreiber optimistisch. Bis kurz vor Weihnachten will er geöffnet halten, dann sogar mit einer zusätzlichen Vitrine voller Mehlspeisen, die seine Konditorin zaubern wird. Sein größter Wunsch? Dass zumindest eine nahegelegene Garage wieder öffnet, nicht nur für ihn, sondern für alle Geschäfte in der Umgebung.
Mehr Themen aus dem Bezirk:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.