Mehr Sicherheit
Eltern und Grüne wollen autofreien Schulvorplatz in der Corneliusgasse

Vor der Volksschule in der Corneliusgasse wird es eng. | Foto: Stein
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In der Bezirksvertretungssitzung im Frühling stellten die Grünen einen Antrag, der einen autofreien Schulvorplatz prüfen soll. Derzeit wird noch in der Mobilitätskommission darüber diskutiert.

WIEN/MARIAHILF. Vor der Volksschule in der Corneliusgasse wird es eng. Besonders am Nachmittag, wenn die Kinder abgeholt werden, stehen Eltern vor der Schule, Kinder kommen heraus und wollen noch spielen. Gleichzeitig bleibt zwischen Gehsteig, parkenden Autos und Straße wenig Platz.

Aus diesem Grund stellten die Grünen in der Bezirksvertretungssitzung im Frühling einen Antrag, der die Prüfung eines autofreien Schulvorplatzes vorsieht. Der Antrag wurde mehrheitlich der Mobilitätskommission zugewiesen. Auch laut dem Elternverein der Schule gibt es Bedarf. "Unser Anliegen ist, dass wir mehr Platz für die Kinder wollen", sagt Thomas Binder. Er ist Elternvertreter der dritten Klasse und stellvertretender Obmann des Elternvereins.

Viel los am Schulvorplatz

Besonders schwierig sei die Situation laut Binder zu den Abholzeiten. Seit dem vergangenen Schuljahr ist die Volksschule eine offene Ganztagsschule. Dadurch werden viele Kinder am Nachmittag betreut. Gegen 16 Uhr sei besonders viel los. „Die Eltern stehen alle vor der Schule, dann kommen Kinder raus, dann wollen die Kinder Fangen spielen“, erzählt der Elternvertreter. „Und das ist halt furchtbar eng.“

Auch in der Früh sei die Situation manchmal schwierig. Binder berichtet von Autos, die vor der Schule stehen bleiben. Teilweise werde dabei auch die Sicht auf die Schutzwege blockiert. Eine konkrete Situation, bei der ein Kind beinahe angefahren wurde, habe er zwar noch nicht erlebt. Trotzdem fühle er sich wohler, wenn er seine Kinder selbst bis zur Schule begleitet.

Antrag für Fußgängerzone

Die Grünen wollen nun eine Lösung finden. Mit einem Antrag wird die zuständige Magistratsabteilung für Straßenverwaltung – MA 46 ersucht, gemeinsam mit der Mobilitätskommission Möglichkeiten für eine Fußgängerzone zwischen den Hausnummern 4 und 6 zu prüfen, wodurch ein autofreier Schulvorplatz entstehen soll. Laut dem stellvertretenden Bezirksvorsteher Paul Stein (Grünen), würden dafür rund acht Parkplätze wegfallen.

Laut Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Paul Stein (Grünen), würden dafür rund acht Parkplätze wegfallen. | Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
  • Laut Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Paul Stein (Grünen), würden dafür rund acht Parkplätze wegfallen.
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Die Zufahrt zur Gasse könnte etwa mit Pollern oder einer Schranke gesperrt werden. Für Garagen und Einsatzfahrzeuge sollen Ausnahmen möglich bleiben. „Bei einem Schulvorplatz muss sich der Verkehr den Bedürfnissen der Kinder anpassen – und nicht umgekehrt“, sagt Stein.

"Veränderung wünschenswert"

Laut Bezirksvorstehung wird der Antrag derzeit noch in der Mobilitätskommission diskutiert. Diese kann entscheiden, inwiefern das Anliegen umsetzbar ist und die zuständige Magistratsabteilung hinzuziehen.

Gegenüber MeinBezirk heißt es seitens der MA 46: „Das dazugehörige Ansuchen um Prüfung ist bisher noch nicht eingelangt. Sobald ein Ansuchen vorliegt, wird die Situation überprüft.“ Für Binder wäre eine Veränderung jedenfalls wünschenswert. „Wir würden uns einfach freuen, wenn da mehr weitergehen würde“, sagt er. Eine ruhigere und grünere Gasse würde seiner Ansicht nach nicht nur den Kindern helfen. „Dann profitieren ja auch die Anrainer davon.“

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