Rubenspark und Mühlgasse
Zwei Projekte auf der Wieden stehen vor der Umsetzung
- Die Entwürfe für den neuen Rubenspark wurden bereits vergangenes Jahr vorgestellt. Nun sollen die Bezirksgremien über die Finanzierung des Projekts entscheiden. (Archiv)
- Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
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Nach budgetbedingten Verzögerungen sollen zwei auf Eis gelegte Projekte auf der Wieden noch heuer Fahrt aufnehmen. Für die Neugestaltung des Rubensparks und die begrünte Fußgängerzone in der Mühlgasse stehen nun Finanzierungszusagen im Raum, über die noch die Bezirksgremien entscheiden müssen.
WIEN/WIEDEN. Auf der Wieden könnten zwei größere Begrünungsprojekte bald umgesetzt werden. Sowohl die Neugestaltung und Erweiterung des Rubensparks als auch die geplante Fußgängerzone in der Mühlgasse warten seit vergangenem Jahr auf ihre Realisierung. Beide Vorhaben wurden bereits mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Expertinnen und Experten geplant, mussten aber aus Budgetgründen verschoben werden.
Nun möchte Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ) wieder Bewegung in die Sache bringen. Für den Rubenspark ist eine Co-Finanzierung durch die Stadt vorgesehen, bei der Mühlgasse sollen Klimaförderungen des Bundes helfen. Damit rückt die Umsetzung laut Bezirksvorstehung in greifbare Nähe.
„Ein gut nutzbarer öffentlicher Raum bringt mehr Lebensqualität für alle. Gemeinsam mit der Erweiterung der künftig ganztägigen Elisabethschule und ihrem neuen Vorplatz schaffen wir 2027 in drei Bezirksteilen neue Grätzel-Grünoasen für alle Generationen. Damit stärken wir auch den sozialen Zusammenhalt im Bezirk“, so Halbwidl.
Grüne Oase im Rubenspark
Der Rubenspark soll zu einer neuen Grätzel-Grünoase werden. Geplant sind neue Spiel- und Sportgeräte, attraktivere Sitzbereiche sowie 25 neue Bäume. Auch der Ballspielbereich und die Hundezone sollen erneuert werden.
- Bei der Vorstellung der Pläne zur Umgestaltung im Rubenspark erhielten Bewohnerinnen und Bewohner einen Einblick auf das, was kommen sollte. (Archiv)
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Bereits im Vorjahr wurden erste Entwürfe für die Umgestaltung präsentiert. Damals war vorgesehen, den Park stärker mit den angrenzenden Bereichen in der Rubensgasse, Mostgasse und Klagbaumgasse zu verbinden.
Auch die Aufteilung im Park selbst war ein Thema: Der Ballkäfig sollte verlegt und moderner gestaltet werden, um Nutzungskonflikte und Lärm zu reduzieren. Die Hundezone war in den Plänen an den Rand zur Mostgasse gerückt, um sie besser vom Kinderspielbereich zu trennen. Für die Umsetzung rechnen Stadt und Bezirk nun mit rund 2,4 Millionen Euro.
Neue Fußgängerzone in der Mühlgasse
Auch in der Mühlgasse soll sich viel verändern. Dort hatte sich eine Bürgerinitiative für eine begrünte Fußgängerzone eingesetzt. Nach einem Beteiligungsverfahren und einer Bürgerbefragung soll nun der Abschnitt zwischen Preßgasse und Schikanedergasse umgestaltet werden. Bei der damaligen Befragung sprachen sich 61 Prozent der gültigen Stimmen der Grätzlbewohner für eine Fußgängerzone aus.
- Die Mühlgasse soll zur Fußgängerzone werden. Im Rahmen des Projekts wolle man 1350 Quadratmeter entsiegeln und neue Bäume pflanzen. (Archiv)
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Die aktuellen Pläne sehen vor, die bisher schmalen Gehwege durch eine verkehrsberuhigte Gestaltung zu ersetzen. Vorgesehen ist eine Entsiegelung von von etwa 1.350 Quadratmetern Fläche, durchgezogene Grünbeete und elf neue Bäume. Mit der Umgestaltung sollen laut Büro der Bezirksvorstehung etwa 30 Parkplätze verloren gehen.
Dadurch sollen neue Freiflächen vor Kindergärten und dem Ehrbar-Saal entstehen. Die Kosten werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. Noch warten muss allerdings die ursprünglich eingeplante Asphaltierung der angrenzenden Preßgasse.
Bezirksgremien entscheiden im Juni
Finanziell bleibt die Umsetzung für den Bezirk eine große Herausforderung. Neben Förderungen von Land und Bund sollen auch Ausgleichszahlungen privater Immobilieninvestoren für aufgetragene Baumpflanzungen genutzt werden. Laut Bezirksvorstehung wäre das in dieser Dimension eine Premiere in Wien.
„Es ist finanziell ein echter Kraftakt für den Bezirk. Aber durch unsere solide Budgetpolitik der letzten Jahre und die zäh erarbeiteten Finanzierungszusagen wird es machbar“, so die Bezirkschefin.
- Im Ehrbar Saal in der Mühlgasse 30 wurden die Entwürfe für die Umgestaltung der Mühlgasse vorgestellt. (Archiv)
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Ende Juni sind die Bezirksgremien am Zug. Sie entscheiden mit der notwendigen Freigabe an Finanzmittel über die Zukunft der Projekte. Außerdem sollen alle Anwohnerinnen und Anwohner nochmals zu Projektpräsentationen in der Mühlgasse und im Rubenspark eingeladen werden. Der Baustart soll noch 2026 erfolgen, die Fertigstellung ist bis Mitte 2027 angesetzt. – Wie die Pläne im Detail aussehen, liest du unten.
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