Ortskern und Infrastruktur
Nahversorgung im Bezirk Oberpullendorf

In Stoob hat im vergangenen Jahr ein "Nah und Frisch" eröffnet. | Foto: Victoria Rosenberger
3Bilder
  • In Stoob hat im vergangenen Jahr ein "Nah und Frisch" eröffnet.
  • Foto: Victoria Rosenberger
  • hochgeladen von Victoria Rosenberger

Die Nahversorgung in den Ortskernen des Bezirks Oberpullendorf ist ein vielschichtiges Thema. Während größere Gemeinden eine solide Infrastruktur an Lebensmittelgeschäften, Apotheken und Dienstleistern aufweisen, ist die Lage in kleineren Ortschaften nach wie vor schwieriger.

BEZIRK OBERPULLENDORF. Mit insgesamt acht Billa- und sechs Spar-Märkten sowie neun Adeg-Filialen und weiteren Discountern wie Hofer (zwei), Lidl (einer), Penny (zwei) und Billa Plus (zwei) ist die Grundversorgung im Bezirk gesichert. Doch die Verteilung zeigt ein bekanntes Muster: Große Ketten konzentrieren sich auf wirtschaftlich attraktivere Standorte, kleinere Ortschaften gehen oft leer aus. Wer keinen eigenen Supermarkt im Ort hat, muss mobil sein – oder auf Alternativen setzen.

Adeg in Lackenbach. | Foto: Eva Maria Plank

Alternative Einkaufsmöglichkeiten

Einige Gemeinden profitieren von Nah&Frisch-Märkten (Stoob, Nebersdorf, Neutal, Piringsdorf), die oft von lokalen Kaufleuten geführt werden und für viele ältere Menschen die einzige fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeit darstellen. Ergänzend dazu gibt es private Greißler (z. B. in Unterfrauenhaid) sowie Hofläden und Fleischereien, die regionale Produkte anbieten. Kastl Greißler in Draßmarkt, Karl, Kobersdorf, Raiding und Kaisersdorf sorgen mit Selbstbedienungsläden für eine moderne Form der Nahversorgung. Doch all diese Angebote haben einen Haken: Sie allein können keine flächendeckende Grundversorgung sicherstellen. So lag etwa der ursprüngliche Vorteil der Kastl Greissler in der flexiblen Verfügbarkeit rund um die Uhr, doch mit festen Geschäftsöffnungszeiten geht dieser Mehrwert verloren. Wenn die Läden nun zu bestimmten Zeiten geschlossen sind, stellt sich die Frage, inwiefern sie sich noch von herkömmlichen Nahversorgern unterscheiden – insbesondere für Menschen, die spontan am Wochenende oder spätabends Lebensmittel benötigen.

Apotheken, Banken & Ärzte

Mit Apotheken in Deutschkreutz, Weppersdorf, Oberpullendorf und Lockenhaus sowie Hausärzten mit Apotheken in weiteren Gemeinden ist die medizinische Versorgung grundsätzlich gegeben. Dennoch gibt es Ortschaften, die für den Zugang zu Medikamenten auf umliegende Gemeinden angewiesen sind.

Auch bei Bankomaten zeigt sich ein Defizit: Nur 15 von 28 Gemeinden verfügen über einen, somit ist eine eventuelle spontane Bargeldversorgung problematisch.

Im Bezirk Oberpullendorf gibt es vier Apotheken. | Foto: Manfred Wlasak
  • Im Bezirk Oberpullendorf gibt es vier Apotheken.
  • Foto: Manfred Wlasak
  • hochgeladen von Astrid Wieser

Die Rolle der Bäckereien

Bäckereien sind in zwölf Gemeinden vertreten, einige Orte profitieren von mehreren Standorten. Diese traditionellen Betriebe sind nicht nur wichtige Nahversorger, sondern tragen auch zur Belebung der Ortskerne bei. Fraglich ist nach wie vor, wie lange Bäckereien mit großen Supermärkten konkurrieren können.

Mobilitätsproblem

Die Nahversorgung im Bezirk Oberpullendorf steht vor mehreren Herausforderungen: Wer kein Auto besitzt, hat es schwer, Lebensmittel oder Medikamente zu besorgen. Öffentliche Verkehrsmittel bieten nicht immer die nötige Flexibilität. Während sich Supermarktketten meistens außerhalb der Gemeinden, in dezentralen Industriezonen, befinden, kämpfen kleinere Nahversorger ums Überleben. Steigende Kosten für Personal und Energie machen es für diese zunehmend schwer, konkurrenzfähig zu bleiben. Vor allem kleine Gemeinden sind darauf angewiesen, dass lokale Initiativen, moderne Konzepte und nachhaltige Lösungen die Infrastruktur in den Ortskernen sichern.

Das könnte dich auch interessieren:

Erstes Jubiläum von „Tanzen ab der Lebensmitte"
Ältere Generation Neckenmarkt begeistert mit Humor
Buchpräsentation und Faschingslesung

Push-Nachrichten auf dein Handy
MeinBezirk auf Facebook verfolgen
MeinBezirk als ePaper durchblättern
Newsletter deines Bezirks abonnieren

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Neu auf MeinBezirk.at
Sudoku - gratis und so oft du willst, spiele jetzt!

Jetzt kannst du Sudoku auf MeinBezirk.at spielen - gratis und unbegrenzt. So spielst du Sudoku: Wähle deinen gewünschten Schwierigkeitsgrad: leicht, mittel, schwer. Klicke ins gewünschte Feld, setze eine Zahl von 1 bis 9 ein - und fülle alle leeren Felder. Ziel des Rätsels: In jeder Zeile (waagrecht), Spalte (senkrecht) und jedem Block (3 mal 3 Zellen) soll jede Ziffer genau nur einmal vorkommen.

Nutze die Kraft des Mondes für Gartenarbeit, Ernährung und Mondrituale, um im Einklang mit der Natur zu leben. | Foto: RegionalMedien Burgenland
1 3

Gesundheit, Garten, Schönheit
Mondkalender aktuell für den März 2025

Pflanzen gießen, Haare schneiden, fasten: Der MeinBezirk-Mondkalender verrät dir, wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Ein Mondzyklus dauert ca. 28 Tage. Dabei durchläuft er verschiedene Phasen, die unterschiedliche Qualitäten haben. Nach alter Überlieferung sollte man bestimmte Arbeiten also stets zur richtigen Zeit erledigen. Vom Einpflanzen der Tomaten 🍅 bis hin zum Haare schneiden 💇 – die Mondphase kann darüber entscheiden, ob die roten Früchtchen zur Attraktion in der Nachbarschaft und dein...

Benzin- & Dieselpreise
Die billigsten Tankstellen im Burgenland

Hier erfährst du täglich, wo im Burgenland die billigsten Tankstellen zu finden sind, wie man günstig tankt, und wie man Sprit sparen kann - immer AKTUELL. BURGENLAND. In ganz Österreich ist es immer am günstigsten, am Vormittag zu tanken. Denn Tankstellen dürfen nur einmal täglich um 12 Uhr die Spritpreise erhöhen. Preissenkungen sind jedoch jederzeit in unbegrenzter Anzahl und Ausmaß möglich. Wir aktualisieren die Liste der günstigsten Tankstellen im Burgenland täglich mit den aktuell...

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.