Neue Serie: Mülltrennung erklärt
Damit aus Abfall Wertstoff wird

Der Müll wird beim Abfallwirtschaftsverband Hartberg in St. Johann in der Haide händisch nachsortiert. | Foto: AWV Hartberg
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  • Der Müll wird beim Abfallwirtschaftsverband Hartberg in St. Johann in der Haide händisch nachsortiert.
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MeinBezirk Hartberg-Fürstenfeld beschäftigt sich in den kommenden Wochen intensiv mit dem Thema „Müll“. Diesmal geht es darum, wie aus Abfall Wertstoffe werden.

HARTBERG-FÜRSTENFELD. Die Farbcodes sind überall die gleichen: Rot steht für Papier, Gelb für Leicht- und Metallverpackungen, Braun für den Biomüll und Schwarz für den Restmüll.

„Was so einfach klingt, erweist sich in der Praxis aber oft als ziemlich kompliziert“, so Gerhard Kerschbaumer, seit mehr als 20 Jahren Umwelt- und Abfallberater beim Abfallwirtschaftsverband Hartberg und damit absoluter Experte in Sachen Mülltrennung und Müllverwertung. Allein in den 27 Gemeinden des Altbezirkes Hartberg wurden im Jahr 2022 – soweit die aktuellste Statistik – fast unglaubliche 34.562.424 Kilogramm Müll produziert. „Und das Trennverhalten der Bevölkerung ist auf hohem Niveau, das Restmüllaufkommen ist konstant niedrig. Trotzdem gibt es einen gewissen Anteil an ‚Müllsündern‘, die etwa Lebensmittel, oft sogar vor dem Ablaufdatum, nicht im Biomüll, sondern in der Restmülltonne entsorgten“, so Kerschbaumer.

Zahlen im Detail

Während bei Grün-, Baum- und Strauchschnitt oder bei Elektroaltgeräten, Batterien und Lithium-Akkus starke Zuwächse zu verzeichnen sind, ist etwa der Bereich Zeitungspapier um rund 25 Prozent zurückgegangen. Kartonagen haben hingegen stark zugenommen. Probleme bereiten weiterhin Lithium-Akkus oder Reste von Chemikalien, die über den Restmüll entsorgt werden. „Diese Abfälle bitte unbedingt im jeweiligen Abfallsammelzentrum abgeben“, so Gerhard Kerschbaumer.

Gerhard Kerschbaumer, Umwelt- und Abfallberater beim Abfallwirtschaftsverband Hartberg. | Foto: Alfred Mayer
  • Gerhard Kerschbaumer, Umwelt- und Abfallberater beim Abfallwirtschaftsverband Hartberg.
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"Wir wollen die Bereitschaft zum Sammeln und Trennen noch weiter steigern."
Umwelt- und Abfallberater Gerhard Kerschbaumer

Überaus erfolgreich entwickelt sich das Projekt „ReUse“, das in Kooperation mit „pro mente“ durchgeführt wird. Ziel ist es, noch brauchbare Gegenstände zu sammeln, die dann wiederverwendet werden können. Dafür stehen insgesamt 19 Sammelstellen direkt in den Abfallsammelzentren zur Verfügung.

511,83 Kilogramm Müll fallen pro Jahr und Einwohner beim Abfallwirtschaftsverband Hartberg an; in Summe mehr als 34 Millionen Kilogramm. | Foto: Alfred Mayer
  • 511,83 Kilogramm Müll fallen pro Jahr und Einwohner beim Abfallwirtschaftsverband Hartberg an; in Summe mehr als 34 Millionen Kilogramm.
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Die „Dreier-Regel“

Für Gerhard Kerschbaumer gibt es eine ganz einfache Dreier-Regel, nach der der Verpackungsmüll zu Hause gesammelt und richtig getrennt wird. „Papier und Glas werden extra gesammelt, alle anderen Verpackungen kommen in den Gelben Sack“, so der Experte. Besonders zweckmäßig haben sich die Vorsammeltaschen in verschiedenen Farben erwiesen, die in zahlreichen Abfallsammelzentren kostenlos erhältlich sind.

Seit heuer neu: Mit dem Pfandlogo gekennzeichnete Getränkeflaschen aus Kunststoff und Getränkedosen mit einer Füllmenge von 0,1 bis 3 Liter werden an den Verkaufsstellen zurückgenommen, der Pfandbetrag in der Höhe von 25 Cent pro Verpackung, der beim Verkauf eingehoben wurde, wird dann wieder ausbezahlt.

MeinBezirk Hartberg-Fürstenfeld wird sich in den nächsten Wochen in Zusammenarbeit mit regionalen Experten intensiv der Thematik richtige Müllsammlung und Mülltrennung widmen. Mit dem Ziel, das Sammelverhalten weiter zu verbessern und so aus Müll Wertstoff werden zu lassen.

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