Parkleitsystem ohne Führungsqualitäten
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- Nicht immer findet man die angezeigten Plätze auch vor. Ganz zum Ärger der Feldbacher Verkehrsteilnehmer.
- hochgeladen von Markus Kopcsandi
Die Parkplatzdiskussion in Feldbach reißt nicht ab. Im Kreuzfeuer steht wieder mal das Leitsystem.
Ein Parkleitsystem hat zum Ziel, dass all jene, die mit dem Auto in die Stadt fahren möglichst schnell einen Platz finden, wo sie ihr Auto abstellen können. Idealerweise kann damit der Verkehr in der Stadt verringert werden und es erleichtert den Autofahrern gleichzeitig das Leben“, so Martin Blum, Experte des Verkehrsklubs Österreich, zu den Vorteilen eines Parkleitsystems.
Wenig zutreffend scheinen beschriebene Eigenschaften im Fall der Stadt Feldbach, dessen System gemäß ÖVP-Vizebürgermeister Christian Ortauf eher auf der Leitung steht anstelle zu einem freien Parkplatz zu führen. „Eigentlich hätte mit der Errichtung des Parkleitsystems doch der angespannten Parkplatzsituation in der Stadt Feldbach entgegengewirkt werden sollen und die Belebung der Innenstadt unterstützt werden sollen. Doch immer wieder hören wir von parkplatzsuchenden Bewohnern, Kunden und Gästen, dass die auf dem Parkleitsystem angezeigten Parkplätze nicht auffindbar wären. Diesbezüglich erhalten wir auch immer wieder Beschwerden“, erzählt Ortauf, der das Preis-Leistungsverhältnis des 170.000-Euro-Projekts in Frage stellt.
Wenig zielführend
Kritik hagelt es auch von Seiten des ÖAAB-Bezirksobmanns Johann Hartinger. Er sieht selbst im Falle einer korrekten Anzeige, Mängel in der Methode: „Die Anzeige über die Anzahl von freien Parkplätzen am Hauptplatz bringt dem Verkehrsteilnehmer nichts, wenn er nicht weiß, wo genau diese im Bereich des Hauptplatzes zu finden sind – ob nun entlang der Durchfahrtsstraße, im Bereich der Post oder beim Rathaus. Man könnte sagen, das System funktioniert, aber der praktische Nutzen ist endend wollend.“ Aus der Sicht der Arbeitnehmer sieht Hartinger wenig Sinn bzw. besteht auf die Installation zusätzlicher Dauerparkplätze: „Wenn die Mittel, die das Parkleitsystem verschlungen hat, in ein Konzept der sanften Mobilität investiert worden wären, hätte man langfristig mit Sicherheit effizienter investiert. In Randbereichen der Stadt gibt es sehr viele Parkplätze. Mit einem Mobilitätskonzept könnten diese erschlossen und ensprechende Verbindungen in die „Stadt“ geschaffen werden.
„Der Großteil ist mit dem System zufrieden“, argumentiert Feldbachs Bürgermeister Kurt Deutschmann, der einen Ausbau in der Ringstraße ins Auge fasst. Dass die Anzeige falsch ist, schließt er aus. „Wir sind außerdem die einzige Bezirkshauptstadt, wo Parken frei ist“, kontert er seinen Kritikern.
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