Feldbach
Der Herr des Wassers geht in Pension

Die 45. Mitgliederversammlung stand ganz im Zeichen von Ehrungen und der Übergabe der Geschäftsführung an Stefan Theissl (5. v. l.). | Foto: Woche
6Bilder
  • Die 45. Mitgliederversammlung stand ganz im Zeichen von Ehrungen und der Übergabe der Geschäftsführung an Stefan Theissl (5. v. l.).
  • Foto: Woche
  • hochgeladen von Roman Schmidt

Es war eine von Emotionen geprägte Mitgliederversammlung der Wasserversorgung Vulkanland.

Denn nach einer herzeigbaren Jahresbilanz des Obmannes, Bürgermeister Josef Ober, ging es um die Neuwahl der Geschäftsführung. Der langjährige Geschäftsführer Franz Glanz, er ist seit 42 Jahren im Wasserverband beschäftigt, davon 33 Jahre als Geschäftsführer, präsentierte der Versammlung seinen letzten Jahresbericht. In seiner Zeit wurde die ausschließliche Fremdversorgung mit Wasser auf maximale Eigenversorgung umgebaut. Auch der Bau der für die aktuelle Wasserversorgung der Region essentiellen Transportleitung Oststeiermark fiel in seine Amtszeit. Er wickelte die Umsetzung federführend ab. Mit einer Eigenkapitalquote von 90 Prozent stehe der Verband auf wirtschaftlich soliden Beinen. „Ich glaube, dass ich ein wohlbestelltes Haus übergeben kann“, resümierte der gerührte Geschäftsführer. Sein Appell an die Verantwortungsträger am Ende seiner Rede: „Wir müssen stets darum bemüht sein, die Versorgung in der Region mit Wasser aus der Region zu bewerkstelligen.“ Aktuell liefere die Wasserversorgung Vulkanland 365 Tage im Jahr und 24 Stunden täglich im Durchschnitt 115 Liter Wasser pro Sekunde an seine 35 Mitgliedsgemeinden. Über 100.000 Einwohner werden damit grundversorgt. Für die „Glanzleistung“ überreichte Obmann Josef Ober symbolisch eine Flasche Wasser, die für insgesamt über 69 Milliarden Liter Wasser stünden. Jene Menge, die in der Zeit seiner Hauptverantwortung an die Menschen der Region ausgeliefert wurden.

Neuer Geschäftsführer

Als sein Nachfolger wurde einstimmig Stefan Theissl aus Mühldorf gewählt, dem Glanz in der Einarbeitung „die Welt des Wassers eröffnete“. Ihm wurde das einstimmige Vertrauen der Versammlung ausgesprochen. 37 Bewerber buhlten um die Geschäftsführung des Verbandes. Theissls Besonnenheit sei letztlich auch ausschlaggebend für diese Entscheidung gewesen.

Wissenschaftlich gut begleitet

Der langjährige wissenschaftliche Begleiter des Verbandes, Johann Fank, wurde für seine jahrelange Begleitung und Analyse der Wasserströme mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Er referierte im Rahmen der Verbandsversammlung. Obmann Ober merkte am Ende der Ausführungen an: „Wir bieten in unserer Entwicklung alles auf, um unsere Schritte wissenschaftlich zu untermauern. Wir wissen im Vorfeld alles über unser Grundwasser, denn wir können uns bei 3,5 Millionen Kubikmetern jährlicher Wasserabgabe keine Zufälle erlauben.“
Bezirkshauptfrau Elke Schunter-Angerer wurde gemäß Statuten in die Schlichtungsstelle gewählt. Und auch verdiente Mitarbeiter wurden gewürdigt: Matthias Maierhofer und Josef Fruhwirth für zehn Jahre im Betrieb, Wolfgang Windisch und Maria Pfleger für 25 Jahre und Maria Teschl für 40 Jahre.

Push-Nachrichten auf dein Handy
MeinBezirk auf Facebook verfolgen
MeinBezirk als ePaper durchblättern
Newsletter deines Bezirks abonnieren

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige
Damit die Sonne künftig für Gnas auch nach Regentagen scheint, wird massiv in den Hochwasserschutz investiert. | Foto: Vulkanland/Bergmann
9

Mein Gnas
Regionale Wirtschaftskraft im Herzen des Vulkanlandes

Zehn Jahre ist es her, dass sich die Regionsgemeinde Gnas mit allen Ortsteilen einer Vision verschrieben hat. Nun wurde die Charta für eine gemeinsame Zukunft erneuert, Gnas bleibt die regionale Wirtschaftskraft im Herzen des Steirischen Vulkanlandes. GNAS. Die Vision regelt, wie die Bürgerinnen und Bürger der Regionsgemeinde Gnas mit den Ortsteilen Aug-Radisch, Baumgarten, Gnas, Grabersdorf, Maierdorf, Poppendorf, Raning, Trössing, Unterauersbach und Teilen von Kohlberg ihr Zusammenleben und...

  • Stmk
  • Südoststeiermark
  • Heimo Potzinger
Anzeige
Von Freiflächen-Photovoltaik profitieren Unternehmen und Grundbesitzer in ökonomischer und ökologischer Hinsicht.  | Foto: Enery
1

Energiewende
Chance für Grundbesitzer

Experten sind sich einig: Österreich schafft die Energiewende nur durch die Errichtung von Freiflächen-PV. Hubert Fechner, Obmann der Technologieplattform Photovoltaik, kommt in einer aktuellen Studie zu einem klaren Ergebnis. Da es laut heimischen Klimazielen bis 2030 einen Zuwachs an Photovoltaik-Energie von bis zu 21 Terawattstunden geben muss, wird das Potenzial auf Gebäuden und anderen Infrastrukturen "keinesfalls ausreichen, um diese Ziele zu erreichen", so der Experte. Potenzial nutzen...

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.