"Grillen ist kein Fast Food"
Die Grillsaison ist eröffnet. Feuerwehrkommandant Josef Kropiunig gibt Tipps für sicheres Grillen.
ST. VEIT (pdk). Egal ob mit Gas, Elektrizität oder klassisch mit Kohle. Grillen ist Hobby und aus den Gärten vieler Menschen nicht mehr wegzudenken.
Qual der Wahl
Am Anfang steht die Prinzipienfrage: Gas-, Kohle- oder Elektrogrill. Obwohl Puristen immer auf den Holzkohlegrill verweisen werden, erfreuen sich Gasgrills in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. „Welche Art des Grillens die sicherste ist, kommt immer auf den Menschen davor an“, erklärt Kropiunig. Der Meinung, Gasgriller wären die sichere Variante zum klassischen Pendant, kann der erfahrene St. Veiter Feuerwehrmann wenig abgewinnen: „Das Gefahrenpotenzial einer Gasexplosion ist sogar höher einzustufen."
Der Klassiker
Beim Kauf eines Holzkohlegrillers müssen einige Dinge beachtet werden. „Wichtig ist, dass das Gerät einen sicheren Stand hat, sodass nicht die Gefahr besteht, dass der Griller umstürzt“, erklärt Kropiunig.
Nichts für Kinder
Für Kinder ist der Griller tabu. "Kinder könnten den Griller umstürzen, was zu schweren Verbrennungen führen kann. Grillkohle gibt außerdem oft spontan explosionsartige Funken von sich, die für Kinder auch zur Gefahr werden können“, so Kropiunig. Von Experimenten mit Brandbeschleunigern rät der erfahrene Kommandant ab: „Das birgt immer die Gefahr, dass das Feuer auf den Menschen überspringt.“
Der Newcomer
Bei Gasgriller sind gleich mehrere Dinge zu beachten, angefangen von der Lagerung der Flasche bis hin zum eigentlichen Grillen. „Die Flasche darf nie im Keller gelagert werden, sondern muss ebenerdig aufbewahrt werden“. Das Grillen mit Gas kann bei falscher Bedienung sogar zu einer Gasexplosion führen.
Der Außenseiter
Vor allem in urbanen Räumen bietet sich das Grillen mit Elektrogriller an. Dabei sollte man jedoch darauf achten, vernünftige Verlängerungskabel mit einer angemessenen Stärke zu verwenden, schließlich „haben diese Griller ja ordentlich Saft dahinter“. Gefahrenquelle Nummer eins: Wasser.
Kein Fast Food
„Grillen ist kein Fast Food", sagt Kropiunig, man solle „sich Zeit nehmen beim Grillen“, das minimiere auch "das Gefahrenpotenzial", so der Feuerwehrmann. Die größte Gefahr beim Grillen geht laut Kropiunig noch immer vom Menschen selbst aus: „Die Unachtsamkeit und Leichtsinnigkeit der Menschen ist immer noch die größte Gefahrenquelle."
Zur Sache
Holzkohlegrill
Vorteil: Billig in der Anschaffung Auch zum selber Basteln
Nachteil: Fingerspitzengefühl für die richtige Glut
Gefahren: Finger weg von billigen und wackeligen Grillern (Umsturzgefahr)
Gasgrill
Vorteil: Sauber, kein Rauch
Nachteil: Teurer in der Anschaffung als der Holzkohlegrill
Gefahren: Gasexplosion
Elektrogrill
Vorteil: Sauber, relativ günstig
Nachteil: Sollte regengeschützt stehen
Gefahren: Bei billigen Verlängerungskabel oder Kabelrollen kann das Kabel durchbrennen. Wasser ist natürlich immer ein Gefahrenherd bei Elektrischen Geräten
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