Nach Unfall
Diskussion um Tempo 30 in Karl-Schwed-Gasse in Liesing
- Kürzlich ereignete sich erneut ein Unfall in der Karl-Schwed-Gasse.
- Foto: Privat
- hochgeladen von Marlene Graupner
Erst kürzlich wurde eine Fahrbahnaufdoppelung in der Karl-Schwed-Gasse für mehr Verkehrssicherheit fertiggestellt. Jetzt wird nach einem weiteren Unfall in der Gasse erneut über eine Tempo-30-Zone diskutiert.
WIEN/LIESING. Die Karl-Schwed-Gasse zwischen Rosenhügelstraße und Endresstraße beschäftigt die Anrainerinnen und Anrainer seit Jahren. Immer wieder wird über zu hohen Durchzugsverkehr, überhöhte Geschwindigkeiten und gefährliche Situationen an den Kreuzungen geklagt. Entsprechend lange werden Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gefordert.
Wie Bezirksrat Christian Steinhoff (Pro23) berichtet, setzen sich Bewohnerinnen und Bewohner der Gasse bereits seit Jahrzehnten für Verbesserungen ein. Im November 2024 machten Betroffene gemeinsam mit der Fraktion Pro23 mit einer Kundgebung auf die Situation aufmerksam und forderten eine Verkehrsberuhigung der Straße.
Maßnahme gesetzt
Nachdem sich an der Kreuzung Karl-Schwed-Gasse/Friedensstraße mehrere Unfälle ereignet hatten, reagierte die Stadt schließlich mit einer baulichen Maßnahme. Im Dezember 2025 wurde in der Bezirksvertretungssitzung die Finanzierung einer Fahrbahnaufdopplung im Bereich der Kreuzung Friedensstraße/Karl-Schwed-Gasse beschlossen, die nun aus dem Bezirksbudget umgesetzt wurde.
- Die Fahrbahnaufdoppelung wurde vor wenigen Wochen fertiggestellt.
- Foto: Privat
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Vor wenigen Wochen wurde die Maßnahme fertiggestellt. Diese soll die Geschwindigkeit der Fahrzeuge reduzieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Wohngebiet erhöhen. Laut Rückmeldungen aus der Nachbarschaft sei zwar eine gewisse Temporeduktion spürbar, die Wirkung beschränke sich jedoch vor allem auf den unmittelbaren Bereich der Kreuzung.
30er Zone gefordert
Für neue Diskussionen sorgt nun jedoch ein weiterer Verkehrsunfall, über den Steinhoff informiert. Demnach wurde an der Kreuzung Karl-Schwed-Gasse/Franz-Graßler-Gasse eine E-Scooter-Fahrerin von einem Linienbus erfasst. Für den Bezirksrat zeigt der Vorfall, dass weitere Schritte notwendig seien.
Steinhoff spricht sich daher für eine durchgehende Tempo-30-Regelung in der gesamten Karl-Schwed-Gasse aus. Zusätzlich regt er verkehrsberuhigende Maßnahmen wie eine versetzte Parkordnung an. Auch die Friedensstraße sollte seiner Ansicht nach in die bestehende Tempo-30-Zone eingebunden werden. "Das würde nicht einmal zusätzliche Schilder erfordern, da beide Straßen in die bestehenden 30er-Zone integriert wären", betont Steinhoff.
Aus dem Büro der Bezirksvorstehung wird zur Forderung der 30-Zone betont, dass Verkehrssicherheitsmaßnahmen stets gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen geprüft und umgesetzt werden. Nach dem jüngsten Unfall sei bereits die Fachabteilung für Verkehrssicherheit mit einer Analyse des Unfallhergangs beauftragt worden. "Sobald uns das Ergebnis vorliegt, werden wir in der zuständigen Fachkommission gemeinsam sinnvolle Maßnahmen festlegen“, heißt es aus der Bezirksvorstehung.
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